Energie- und Stoffstrommanagement fĂŒr ein Gewerbegebiet

Die Notwendigkeit fĂŒr ein aktives Energie- und Stoffstrommanagement mit dem Ziel einer ökologisch sinnvollen Kreislaufschließung ist in Politik und Wirtschaft zwischenzeitlich Konsens.

Die Mehrzahl der Ansätze zur betrieblichen Umsetzung bezieht sich jedoch auf einzelne Unternehmen oder Unternehmensstandorte. Für diese innerbetriebliche Reduktion oder Vernetzung von Stoff- und Energieströmen gibt es eine Reihe erprobter Instrumente und Möglichkeiten (EMAS, ökologisches Controlling sowie das Abfall- und Kreislaufwirtschaftsgesetz). Trotz vieler positiver Erfahrungen haben diese Ansätze ihre Grenzen dort, wo Stoffströme außerhalb des betrieblichen Einflussbereiches liegen. Aus diesem Grund gehen neue Ansätze davon aus, dass ökologische Konzepte auch überbetrieblich ansetzen müssen. Das Institut für Ökologie und Politik Ökopol GmbH (Hamburg), die Energiestiftung Schleswig-Holstein und der Kreis Segeberg (Bereich Regionalentwicklung/Arbeitsmarkt) haben daher zusammen mit dem Umweltministerium des Landes Schleswig-Holstein ein Projekt initiiert, um am Beispiel des Gewerbegebiets Henstedt-Ulzburg/Kaltenkirchendie regionale Stoff- und Energievernetzung zu demonstrieren.

Konkrete Ziele sind:


Zusammenarbeit
Das Projekte wurde in Kooperation mit der Energiestiftung Schleswig Holstein und dem Büro GS Beratung Dienstleistung durchgeführt. Weitere beteiligte Akteure sind das Umweltministerium Schleswig-Holstein, der Wegezweckverband des Kreises Segeberg, der Kreis Segeberg (Bereich Regionalentwicklung/Arbeitsmarkt) und die IHK Lübeck. Insgesamt waren rund 50 Betriebe in die Projektarbeiten eingebunden. Folgende Schwerpunkte wurden bearbeitet:
a) Zusammenführung der Logistikströme
Durch die Zusammenlegung von An- und Abtransporten der einzelnen Firmen können das Verkehrsaufkommen und die damit verbundenen Umweltbelastungen reduziert werden.
b) Zusammenfassen von Abfallströmen
Durch die Zusammenfassung identischer Abfallarten aus verschiedenen Betrieben können die hiermit verbundenen Transportaufwendungen reduziert und die unterschiedlichen Abfallfraktionen gezielt einer hochwertigen Aufbereitung oder Entsorgung zugeführt werden.
c) Ausdifferenzierung der Getrenntsammlung: Durch eine gemeinsame Getrenntsammlung wird es möglich, einen höheren Differenzierungsgrad bei der Sammlung zu erzielen und gleichzeitig pro Fraktion relevante, und damit verwertbare oder aufbereitbare Mengen zu erhalten. Die höhere Ausdifferenzierung betrifft insbesondere die Altpapiersammlung, die Altmetallsammlung und die Kunststoffabfälle.

Projektthema
Regionale Stoff- und Energievernetzung im Gewerbegebiet Henstedt-Ulzburg/Kaltenkirchen

Projektdurchführung
Ökopol Institut für Ökologie und Politik GmbH
Nernstweg 32-34
22765 Hamburg
Tel. (0 40) 39 10 02 0
Fax (0 40) 39 10 02 33
info@oekopol.de
http://www.oekopol.de


AZ 17682

Durch eine gemeinsame Getrenntsammlung wird es möglich, einen höheren Differenzierungsgrad bei der Sammlung zu erzielen.
Durch das Zusammenfassen identischer Abfallarten aus verschiedenen Betrieben lassen sich die Transportaufwendungen reduzieren.