Effiziente Landtechnik von morgen

Effizienzsteigerung und Umwelt­entlastung am selbstfahrenden Exakt-FeldhÀcksler durch Optimierung des Fahrantriebes

An mobile Arbeitsmaschinen in der Landwirtschaft werden durch die stark wechselnden Bedingungen im Feld sehr unterschiedliche Anforderungen gestellt. Hohe KrĂ€fte bzw. Drehmomente werden bisher bevorzugt ĂŒber geschlossene hydraulische Antriebe gelöst.

Spreizt die Leistungsanforderung jedoch ĂŒber einen weiten Bereich oder werden sehr unterschiedliche Drehzahlen gefordert, bĂŒĂŸen hydromechanische Antriebe schnell ihren im Auslegungspunkt an sich hohen Wirkungsgrad ein. Zudem können Öl-Leckagen im Feld zu unerwĂŒnschten Umweltbelastungen fĂŒhren. Elektrische Antriebe bieten als Alternative Vorteile: hohe Antriebsmomente und gute Wirkungsgrade ĂŒber einen weiten Drehzahl­bereich mit flexibler elektronischer ­Ansteuerung und neuen Freiheitsgraden in der Konstruktion.

Am Lehrstuhl fĂŒr Agrarsystemtechnik der Technischen UniversitĂ€t MĂŒnchen wird in Zusammenarbeit mit der Maschinenfabrik Bernard KRONE GmbH an einem zukunftstrĂ€chtigen selbstfahrenden FeldhĂ€cksler geforscht, an dem Schritt fĂŒr Schritt die einzelnen Antriebe dieselelektrisch ausgefĂŒhrt werden.

Im ersten Teilprojekt wurden zwei drehzahlvariable Nebenantriebe umgerĂŒstet. Dabei konnten Wirkungsgradsteigerungen gegenĂŒber den hydraulischen Antrieben von bis zu 25 % realisiert werden. Somit können Maispflanzen mit einem geringeren Energie­aufwand aufgenommen und der HĂ€ckseltrommel zur Zerkleinerung zugefĂŒhrt werden. Weitere Vorteile ergaben sich durch eine verbesserte Steuer- und Regelbarkeit sowie eine einfachere RĂŒckfĂŒhrung aktueller Prozessparameter.

Vorstellung der Ergebnisse des Forschungsvorhabens mit den Projektbeteiligten

Aktuell ist der Hinterachsantrieb des FeldhĂ€ckslers Gegenstand der Forschungsarbeiten am Weihenstephaner Institut. BeweggrĂŒnde dafĂŒr sind die hohen Leistungsanforderungen an diesen Nebenfahrantrieb und dessen Steuer- und Regelbarkeit sowie die wichtige Stellung im Energiemanagementsystem des Fahrzeugs.

Die hydraulischen Radnabenmotoren werden durch elektrische ersetzt, um verbesserte Fahreigenschaften, bessere KurvenstabilitĂ€t, Differentialsperren fĂŒr schwierige Einsatzsituationen und spĂ€ter ein Antiblockiersystem (ABS) und eine FahrstabilitĂ€tsregelung (ESP) zu integrieren.

Die angestrebten Ziele sind

Damit werden zugleich Erfahrungen und Erkenntnisse fĂŒr weitere Untersuchungen mit elektrischen Antrieben in der Vorderachse geschaffen.

PrĂŒfstandsaufbau zur vergleichenden Untersuchung von verschiedenen Hinterachsfahrantrieben

Projektthema:
Effizienzsteigerung und Umwelt­entlastung am selbstfahrenden Exakt-FeldhÀcksler durch Optimierung des Fahrantriebes

ProjektdurchfĂŒhrung:
Technische UniversitĂ€t MĂŒnchen

Wissenschaftszentrum Weihenstephan
Lehrstuhl fĂŒr Agrarsystemtechnik
Am Staudengarten 2
85354 Freising-Weihenstephan
Telefon    08161|713799
markus.heckmann@wzw.tum.de
www.tec.wzw.tum.de

Kooperationspartner:
Maschinenfabrik Bernard KRONE GmbH

Heinrich-Krone-Straße 10
48480 Spelle
Telefon    05977|935-0
www.info.ldm@krone.de
www.krone.de


AZ 27789