Praxisorientierte Seminare für Menschen aus verschiedenen Herkunftsländern, unterschiedlichen Religionen und unterschiedlichen Kulturen zum ressourceneffizienten Erhalt national wertvoller Kulturgüter aus Sachsen-Anhalt - Sonderprogramm „Umwelt und Flüchtlingshilfe“

Aktenzeichen 35000/03
Abschlussbericht:
Projektträger: Deutsches Fachwerkzentrum Quedlinburg e. V.
Blasiistr. 11
06484 Quedlinburg
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Telefon: 03946/810-520
Internet: https://www.deutsches-fachwerkzentrum.de
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Beschreibung:
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Der gemeinnützige Verein Deutsches Fachwerkzentrum Quedlinburg e.V. arbeitet seit 15 Jahren an der energetischen und Ressourcen schonenden Sanierung von historischen Bauten. Dies verstehen wir als Bildungsauftrag für Menschen unterschiedlicher Nationen und Herkunftsländer. Die Seminare fanden an national wertvollen Kulturgütern in Sachsen-Anhalt statt, so im Renaissancebau des Bunten Hofes in Osterwieck, dem Lehrerhaus am ältesten Schulgebäude in Halberstadt, Grudenberg 8 erbaut 1697, und im Schloss II in Erxleben. Inhaltlicher Leitfaden ist die nachhaltige und Ressourcen schonende Sanierung historischer Bauten.
Ziel der international besetzten Seminare des Fachwerkzentrums ist es, Kulturgüter zu schützen, behutsam wieder instand zu setzen und handwerkliche Fähigkeiten zu lehren. Weitere Handlungsfelder sind die Präsentation der Arbeit, Vorlesungen, Fachexkursionen und die Teilnahme von Bürgern, die diesen Prozess begleiten. Das Seminarprojekt bewahrt nicht nur die vom endgültigen Verfall bedrohten Kulturdenkmäler, sondern führt diese in der Zukunft einer neuen Nutzung zu. Weitere Ziele des Seminars sind; soziale Kontakte zu knüpfen, zu fördern, sich auszutauschen, voneinander zu lernen, Interesse für die jeweils andere Kultur zu wecken, sich zu respektieren und etwas gemeinsam zu erschaffen.
Die Förderung im Bereich der Bildungs- und Arbeitskompetenzen, sowie der sozialen und interkulturellen Fähigkeiten, sehen wir als geeignetes Instrument, um die vorherrschende hohe Motivation zu bestärken und negative Entwicklungen, bedingt durch Integrationsschwierigkeiten abzufangen. Die Sprachgrenzen und damit verbunden oftmals langfristige Erwerbslosigkeit, sowie keinerlei Einbindung in das gesellschaftliche Leben sind Nährboden negativer Ebenen, denen wir mit jedem Seminar begegnen. Durch gezielte Förderung und Verbindung von praktischer mit theoretischer Weiterbildung findet eine bewährte Unterstützung bei der Spracherlernung statt.

Förderzeitraum: 23.11.2015 - 31.03.2018 (2 Jahre und 4 Monate)
Fördersumme: 51.324,00
Förderbereich: IV.10.3
Stichworte: Seminar
Publikationen: