Energiewende macht Schule – Kommunikation der Energiewende an und mit Schulen in Nordrhein-Westfalen

Aktenzeichen 32027/01
Abschlussbericht:
Projektträger: Hochschule Düsseldorf
Josef-Gockeln-Str. 9
40474 Düsseldorf
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Telefon: 0211/4351-448
Internet: -
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beschreibung:
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Ziel des Vorhabens ist das Vorantreiben der Energiewende durch das Wecken von Interessen und die Sensibilisierung der jungen Generation. Das Projektvorhaben bietet SchülerInnen die Möglichkeit, sich mit zukunftsrelevanten Themen rund um die gesamtgesellschaftliche Herausforderung der Energiewende abwechslungsreich zu beschäftigen und persönliche Zukunftsperspektiven zu entwickeln.


Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projektvorhaben ist modular aufgebaut, so dass unterschiedliche Zielgruppen (SchülerInnen, Lehrende, Unternehmen) durch das Projekt angesprochen werden und einzelne Angebote auswählen und wahrnehmen können.
Die Projektmodule sind aber nicht nur zielgruppenspezifisch, sondern auch methodisch differenzierbar. Die Kommunikation zur Vernetzung der Akteure und zur Initiierung der Zusammenarbeit wird durch DIE BILDUNGSGENOSSENSCHAFT ebenso realisiert wie die Umsetzung von Lehrerfortbildungen, Netzwerkaufbau und Pflege, die Organisation von Konferenz und Wettbewerb sowie die Erstellung von Werbemitteln. Die inhaltliche Aufbereitung und die Durchführung von Lehrerworkshops, Schülerlaboren und Qualifikation (von Schülerfirmen) unterliegen der Hochschule Düsseldorf (HSD). Die Zentrale Studienberatung (ZSB) übernimmt die Beratung der SchülerInnen als Hilfestellung bei der beruflichen Orientierung der Jugendlichen.


Ergebnisse und Diskussion

Seitens der Bildungsgenossenschaft wurde neben der Realisation einzelner Module an der Umsetzung der akquiseabhängigen Projektelemente gearbeitet. Die Lehrerfortbildungen zur Gründung von Schülergenossenschaften gestaltete sich vor allem in 2017 mit drei gutbesuchten Workshops erfolgreich. Der Nachhaltigkeits-Award 2016/17 wurde im Februar 2017 durch einen Vertreter der DBU verliehen. Auch die Tage der Erneuerbaren Energien wurden von den Schülern gut angenommen und waren gut besucht. Als Herausforderung stellte sich der Themenkomplex „Schüler-Energie-Genossenschaften/-Firmen“ dar. Kooperationsversuche mit dem WHKT/RWGV blieben erfolglos. Alternativen dazu wurden in der Zusammenarbeit mit der NaSch-Community, dem Wissenschaftsladen Bonn mit der Dachorganisation „innova eG - Engagement für genossenschaftliche Neugründungen“ gesucht. Die gute Kooperation mit dem Landesverband Erneuerbare Energien (LEE) wurde verstetigt. Hilfreiche Kontakte mit dem KlimaDiskurs NRW, der Verbraucherzentrale NRW, der Frauenhofer Talent School sowie mit Außerschulischen Lernorten, wie bspw. dem Eko-Zet in Horrem konnten geknüpft und ausgebaut werden.
Die Durchführung von Ausbildungen zu Schülerunternehmen im ZIES an der Hochschule Düsseldorf konnte nicht realisiert werden, da die Akquise der Bildungsgenossenschaft und eigene Akquise erfolglos blieb. Das bereits ausgearbeitete Konzept der Ausbildung wurde exemplarisch ein Semester lang in Form eines Erstsemesterprojektes mit Studierenden getestet.
Bei der Durchführung der Lehrerworkshops zu Unterrichtsmethoden wurde der Bedarf an dieser Art von Veranstaltung bestätigt, besonderes Interesse besteht an eine Bewertung und Vorauswahl des breiten Spektrums an Material und Angeboten und an gut aufbereitetem Material für LowCost-Versuche, welches auf der EmS-Homepage kostenlos zum Download bereitgestellt wird. Jedoch ist die zeitliche Auslastung der Lehrer und Lehrerinnen hier ein Hindernis für die Teilnahme an außerplanmäßigen Veranstaltungen, wobei die Initiative versucht hat, Hinweise von TeilnehmerInnen bei der weiteren Terminplanung zu berücksichtigen. Die Zielgruppe Referendariatslehrer und -lehrerinnen wurde hier besonders adressiert.
Schülerlabore waren auch unter dem Gesichtspunkt der Berufsorientierung und daher in Kombination mit Probevorlesungen und Studienberatung gefragt, jedoch nur im Klassenverbund während des Schuljahres. Ein geplantes Schülerlabor während der Herbstferien wurde nicht nachgefragt. Mit fortschreitender Projektlaufzeit ist die Nachfrage nach Schülerlaboren stetig gewachsen.
Die Studienorientierung der ZSB wurde bei verschiedenen Veranstaltungen platziert. Das Interesse der SchülerInnen an dem Thema „Studieren im Bereich Energiewende“ (wie generell im MINT-Bereich) ist aber nicht selbstverständlich, wie es sich während des Projektes herausstellte.
Als Höhepunkt und Abschluss des Projektes wurde am neuen Campus der Hochschule im September 2017 die eintägige Energiekonferenz mit etwa 250 Teilnehmern und Teilnehmerinnen erfolgreich durchgeführt.


Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation

Die Angebote von Energiewende macht Schule wurden bei zahlreichen BNE-Schulveranstaltungen, bei kommunalen Veranstaltungen und Netzwerktreffen an unterschiedlichen Standorten in NRW präsentiert und bekannt gemacht. Dadurch konnte erreicht werden, dass Besuche zur Präsentation mittlerweile ohne eigene Akquiseanstrengungen angefragt werden.
Die Homepage (www.energiewende-macht-schule.de) wurde regelmäßig um Neuigkeiten aus dem Projekt ergänzt und gestaltete sich zu einer attraktiven Plattform der Information und Dokumentation. Besonderen Zuspruch durch Lehrerinnen und Lehrer fand der Downloadbereich von Unterrichtsmaterialien als Lehrer- und Schülerversion. Neben der Veröffentlichung auf der Homepage gab es immer wieder Veröffentlichungen zu Veranstaltungen (Schülerlabore, Lehrerworkshops) auf der Homepage der Hochschule Düsseldorf. Der zu Projektbeginn produzierte Flyer wurde in die Schulen und auf Bildungsmessen mitgenommen und dort verteilt, um das Projekt zu bewerben. Das Projekt wurde u.a. bei der Bildungsmesse Einstieg Köln im Februar 2017 beworben.


Fazit

Die stetige Kommunikation der Projektinhalte bei auswertigen Präsentationen sowie die Einbindung Externer in das ZIES sorgen in einigen Modulbereichen zunehmend für Nachfrage. Eine Hauptaufgabe war es, die Attraktivität der Angebote durch konkretes Feedback zu steigern und der Schulrealität anzupassen. Denn grundsätzlich ist Bedarf an den – dem Projektvorhaben entsprechenden – Angeboten vorhanden. Aufgrund der hohen zeitlichen Auslastung von SchülerInnen und LehrerInnen zeigten sich jedoch auch die Möglichkeiten zur Wahrnehmung des Angebots vor allem bei Lehrerworkshops als begrenzt. Einmal entstandene, persönliche Kontakte zu Lehrpersonal/Schulen führten aber häufig zu langfristigen Kooperationen und einer guten Auslastung der Schülerlabore. Daher werden die Schülerlabore durch das Forschungsprojekt: „Gründung eines zdi Schülerlabors Energiewende macht Schule“ verstetigt.

Förderzeitraum: 08.12.2014 - 08.12.2017 (3 Jahre)
Fördersumme: 295.517,00
Förderbereich:
Stichworte: Schule, Jugend
Publikationen: