Aufbau eines Lernorts Umwelt und Geschichte am Heimathof Emsbüren

Aktenzeichen 19169/01
Zusammenfassung / Abstract: Dateigröße: 0.11 MB | Zuletzt geändert: 11.08.2009
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Projektträger: Emsbürener Beschäftigungsinitiative e. V.
Dieselstr. 8
48488 Emsbüren
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Telefon: 05903/7580
Internet: -
Bundesland: Niedersachsen
Beschreibung:
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Durch die Schaffung eines Naturlehrpfades rund um den Ortskern Emsbürens mit dem Schwerpunkt auf dem Gelände des Heimathofes wurde 1993 der Grundstock gelegt, um vielen an den Naturkreisläufen Interessierten naturnahe Einblicke zu bieten. Mit dem Vorhaben, einen Heilkräutergarten, eine Obstbaumwiese und ein Schulungshaus anzulegen und zu bauen, sollte eine deutliche Aufwertung des Standortes auf dem Heimathof erreicht werden. So sollte durch diese Maßnahme ein Lernort Natur geschaffen worden, der weit über Emsbüren ausstrahlt und unterschiedlichste Besuchergruppen anspricht.


Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Projektbeginn auf dem Gelände des Heimathofes war der 5. 6. 2001.
Seit dem15. Mai 2002 standen in Emsbüren 12 Jugendliche zur Verfügung, die in zwei Projekten - Erstellung des Heilkräutergartens und Restaurierung der Enking - Mühle - eingesetzt wurden.
Dieses als grenzüberschreitende Qualifizierungsmaßnahme angelegte Projekt wurde in großen Bereichen (Lohnkosten und Qualifizierungskosten und Mehraufwand durch Zusammenarbeit mit Losser) durch die Euregio und dem Arbeitsamt Nordhorn finanziert.
Die Arbeiten auf dem Heimathof begannen mit dem Abholzen des Kiefernbestandes und des Schredderns des Kopfholzes. Das Tiefbauunternehmen Roling aus Emsbüren und Vorstandsmitglieder des Heimatvereins mit Trecker und Anhänger führten die Erdarbeiten aus.
Sodann wurden die Tiefbauarbeiten, wie Verlegen von Wasser- und Stromleitungen mit entsprechenden Kontrollschächten, vorgenommen. Die Wege wurden mit alten, roten Klinkern eingefasst, die Treppenstufen wurden mit alten Sandsteinen verlegt, die der Heimatverein zur Verfügung stellte.
In den Wintermonaten 2001/2002 wurde ein weiterer Fichtenbestand gefällt und gerodet, um das Gelände für die Bepflanzung einer Obstbaumwiese vorzubereiten. In den Monaten Februar - Juni wurde die Arbeiten zur Schaffung des Schulungshauses und des Infohauses durchgeführt. Es stand über den Heimatverein ein altes Ständerwerk zur Verfügung. Im Sockel des Ständerwerks wurde ein Klinker der Firma Schüring eingebaut. Die oberen Gefache wurden mit Weidenruten und Lehm gefüllt.
Die ersten Pflanzarbeiten wurden im März vorgenommen. Der gesamte Garten wurde mit einer dornigen Hecke eingefriedigt. Ein Teil der ca. 200 verschiedenen Heilpflanzen und Kräuter wurde als Qualifizierungsprojekt durch Aussaat im Februar in einem Foliengewächshaus versucht, zu erhalten.
Die Anfragen an Fachfirmen bezüglich des gewünschten Pflanzmaterials wurde über das Büro der Firma Hagatex , Emsbüren, abgewickelt. Ab April 2002 wurde Frau Hermine Schlepers, die auf dem Gelände des Heimathofes wohnt, für ein Jahr befristet eingestellt, so wie es im Antrag vorgesehen war.
Die Übergabe des neuen Heilkräutergartens mit der Obstbaumwiese als Teil des Lernortes Natur wurde am Freitag, den 14. Juni 2002 in einem Festakt vorgenommen. Zwar ist der Garten seit dieser Zeit der Öffentlichkeit zugängig, doch mussten noch Restarbeiten am Schulungshaus gemacht und die Innenausstattung angeschafft werden.
Über den Heimatverein und dem Verkehrsverein - VVV - Emsbüren wurden neue Gästeführer ausgebildet mit dem Wissensschwerpunkt Lernort Natur - Heilkräutergarten.
Die vorgesehene, zweisprachige Broschüre zum Garten konnte erst im Sommer/Herbst in Angriff genommen werden, da das parallele Vorhaben in Losser (Erstellen eines Bauergartens und eines Rosariums) erst im November 2002 abgeschlossen werden konnte.
Der Winter in diesem Jahr war bis in den März hinein für die Pflanzenwelt sehr lange und die Barfröste führten für empfindliche Pflanzen zu großen Ausfällen. So war es notwendig, dass es Nachpflanzungen gab. Zusätzlich konnten einige Pflanzen im vergangenen Jahr nicht besorgt werden, so dass es Neupflanzungen gab, die von der Firma Hagatex durchgeführt wurden.
Im März d. J. wurde ein Infoblatt für Gruppen (Kindergärten/Schulen etc.) entwickelt.
Zusätzlich wurde durch die Neukonzeptionierung auf dem Gelände des Heimathofes wurde für die Gesamtanlage ein neues Faltblatt erstellt, das den neuen Bedingungen Rechnung trägt.


Ergebnisse und Diskussion

Die Anlage Lernort Natur auf dem Gelände des Heimathofes ist vom Gesamturteil her gesehen als einmalig in unserer Region anzusehen! In meinem Zwischenbericht bin ich auf die finanzielle Situation des Gesamtvorhabens eingegangen. Das Hinzunehmen des niederländischen Partners und damit das Einflechten von Euregiogeldern hat auf seitens der Euregio doch zu nicht unerheblichen Problemen geführt, was die zeitliche Schiene angeht wie auch die beantragte Höhe der Zuschüsse! Von den im Antrag geschriebenen 30 000 DM -15 342 € sind letztlich 10 850 € bewilligt worden! Dies führte zu großem, weiteren Engagement im ehrenamtlichen Bereich.


Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation

Schon zu Beginn der Arbeiten bis zum heutigen Tage fand das Projekt auf dem Heimathof einen großen, öffentlichen Anklang. Durch die zeitversetzten, öffentlichkeitswirksamen Anlässe wie Eröffnung des Gartens, Übergabe der Broschüre, Darstellung in der Presse und in Handzetteln über ein Sommerprogramm bis hin zu den Anschreiben an Kindergärten und Schulen zeigt der rege Besucherstrom. Das NRD und das WDR - Fernsehen hat inzwischen Beiträge vom Heilkräutergarten gesendet.


Fazit

Das Ziel unseres Antrages, einen für viele Bevölkerungsschichten attraktiven Lernort Natur in Emsbüren zu schaffen, ist nach unserer Auffassung absolut gelungen!
Auch wenn es, wie oft in vielschichtigen Projekten, immer wieder Probleme zu bewältigen gab, ist doch das Endergebnis für alle am Projekt Beteiligten so, dass es die Vorstellungen über Auswirkungen und Resonanz übertrifft.

Förderzeitraum: 05.06.2001 - 05.06.2003 (2 Jahre)
Fördersumme: 35.790,43
Förderbereich: III.11.2
Themengebiet: Umweltkommunikation
Stichworte: Naturschutz, Umweltkommunikation
Publikationen: