Entwicklung eines Baukastensystems aus Aluminium für Fahrzeuginneneinrichtungen für gewerblich genutzte Fahrzeuge

Aktenzeichen 18677/01
Zusammenfassung / Abstract: Dateigröße: 0.11 MB | Zuletzt geändert: 11.08.2009
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Projektträger: ALUCA GmbH
Westring 1
74538 Rosengarten
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Telefon: 791/95040-0
Internet: http://www.aluca.de
Bundesland: Baden-Württemberg
Beschreibung:
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Fahrzeugeinrichtungen für Transporter und PKW werden zu einem großen Teil aus Stahl hergestellt. Die bisher eingesetzten Stahlbleche sind beidseitig pulverbeschichtet oder lackiert, damit die Fahrzeugeinrichtungen nicht rosten. Wenn diese entsorgt werden müssen, sind die Rückstände der Kunststoffe und Lacke als Sondermüll zu entsorgen. Aluminium dagegen lässt sich problemlos erhitzen und zu 100% rückstandsfrei wieder einsetzen, da es unbehandelt verarbeitet wird. Die zum Recycling von Aluminium aufzuwendende Energie beträgt lediglich 5% der Energie, die zur Herstellung eingesetzt werden muss. ALUCA ist europaweit der einzige Hersteller, der bisher Fahrzeugeinrichtungen zu einem Teil aus Aluminium anbietet. Ziel des Projektes ist es, eine modular aufgebaute, komplett aus Aluminium bestehende Fahrzeugeinrichtung zu entwickeln und herzustellen.


Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden- Marktanalyse;
- Bestimmung der Baugrößen (Baukastensystem);
- Konstruktion des Unterbaus und des Würfels mit besonderer Stabilität und ohne Schweißverbindungen;
- Entwicklung der Teleskopauszüge;
- Dimensionierung von Blenden, Verriegelungstechnik usw.;
- Bau, Erprobung und Optimierung eines Prototypen.


Ergebnisse und Diskussion

Umweltentlastung wird durch die Gewichtsreduzierung der Fahrzeugeinrichtung und der damit verbundenen Kraftstoffeinsparung erreicht. Umweltvorteile bietet der sparsame Einsatz von Energie und Rohstoff bei der Produktion, sowie die Möglichkeit der vollständigen Wiederverwertung.
Durch die Verwendung von Aluminium als ausschließlich verwendetem Material zum Bau der Fahrzeugeinrichtungen wird eine erhebliche Gewichtseinsparung bei den Fahrzeugen erreicht. Das durchschnittliche Gewicht einer solchen Fahrzeugeinrichtung für einen Handwerker beträgt bei Fertigung aus Stahl ca. 300 bis 400 Kilo. Diese Gewicht kann durch Verwendung des Systems ALUCA um bis zu 50% reduziert werden. Der Benzinverbrauch bei den Fahrzeugen ist damit deutlich gesenkt. Die Volkswagen AG hat eine Studie herausgegeben, nach der bei Fahrzeugen der Gewichtsklassen zwischen 1,5 bis 2 Tonnen je 100 Kilo Fahrzeuggewicht mit einem Verbrauch von ca. 1 Liter Treibstoff pro zurückgelegter 100 Kilometer zu rechnen ist. Allein in Deutschland hat ALUCA in den letzten Jahren 1.500 Fahrzeuge mit variablen Einrichtungssystemen ausgestattet und bei einer Laufleistung von ca. 40.000 Kilometern pro Jahr entspricht dies einer Benzineinsparung von 600.000 Litern. Hinzu kommen durch die Minderbelastung des Fahrzeuges auch noch erhebliche Einsparungen im Bereich der Reifen, der Bremsen und der Betriebsstoffe wie Öl usw.
Bei Neuanschaffungen von Fahrzeugen müssen bisher aufgrund des hohen Gewichts der Einrichtungen und der mitgeführten Werkzeuge von den Handwerkern Sonderfahrzeuge gekauft werden (z.B. Zwillingsbereifung, stärkere Motoren usw.). Durch das geringe Gewicht der Einrichtung ist das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs als Serienmodell ausreichend und es muss nicht der schwerere Fahrzeugtyp angeschafft werden.


Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation

Vorgestellt wurden bzw. wird das neue Produkt auf folgenden Messen:
- Eisenwarenmesse in Köln
- ISH in Frankfurt
- Sanitär-Heizungsmesse in Padua/Italien
- IAA Hannover- Swiss-Bau Basel
- Gemeindemesse Bern


Fazit

Als Ergebnis der Entwicklung wurde ein komplettes und neues Fahrzeugeinrichtungssystem geschaffen. Es besteht aus Aluminium und ist modular aufgebaut. Durch das Projekt und dessen Umsetzung werden umweltrelevante Wirkungen durch Benzineinsparung (Gewichtsreduzierung) in Höhe von ca. 1,5 bis 2 Liter pro Fahrzeug und 100 km Fahrleistung sowie beim Recycling der Fahrzeugeinrichtung erzielt.
Mit der Förderung konnte der mittelständische Betrieb in kurzer Zeit und in einer weltweit schwierigen wirtschaftlichen Situation eine Neuentwicklung durchführen. Das Fahrzeugeinrichtungssystem Alu-M wird mittlerweile erfolgreich vertrieben. Über die Produktentwicklung ist es ALUCA gelungen, mit Großkunden wie Daimler-Chrysler, Opel und Eon Verträge abzuschließen. Der modulare Aufbau ermöglicht es, das Produkt jetzt europaweit (Österreich, Norwegen, Großbritannien, Portugal, Spanien, Italien, Schweiz) zu exportieren.

Förderzeitraum: 29.10.2001 - 31.01.2003 (1 Jahr und 3 Monate)
Fördersumme: 82.756,68
Förderbereich: I.1.2
Themengebiet: Umwelttechnik
Stichworte: Umweltforschung, Klimaschutz, Umwelttechnik, Ressourcenschonung
Publikationen:
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