Natur-Werk-Stadt - Einrichtung einer Umweltausstellung für Kinder, Eltern und Großeltern

Aktenzeichen 16246/01
Abschlussbericht:
Projektträger: Förderverein Natur- und SchulbiologiezentrumLeverkusen e. V.
Talstr. 4
51379 Leverkusen
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Telefon: 02171/734990
Internet: https://www.naturgut-ophoven.de
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beschreibung:
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Auf dem alten denkmalgeschützten Gut Ophoven betreibt der Förderverein zusammen mit der Stadt Leverkusen seit 1988 das NaturGut Ophoven. Seit Beginn der neunziger Jahre plante das NaturGut Ophoven das Zentrum mit einer handlungs- und erlebnisorientierten Ausstellung als ganzjährig nutzbares Angebot zu erweitern. Ziel dieser Ausstellung ist es, Kinder und Eltern zu informieren, ihnen neue Perspektiven zu eröffnen und sie nachhaltig und effizient zu einer Veränderung ihres Verhaltens anzuregen.


Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAufbauend auf den inhaltlichen und methodischen Vorarbeiten, die im Rahmen der Pilotausstellung vom NaturGut Ophoven geleistet wurden, arbeitet der Förderverein NaturGut Ophoven seit dem 1.7.1997 an dem inhaltlichen Konzept für das große Ausstellungsprojekt. Im Rahmen der Pilotausstellung wurde bereits eine umfangreiche Evaluation zum Thema Ökologische Wohnumfeldgestaltung vorgenommen. Ergänzend wurde 1998 mit Schülern der Grund- und weiterführenden Schulen eine Evaluation zum Thema Energiesparen durchgeführt, um Klarheit darüber zu bekommen, welche Vorstellungen, Ideen und Vorerfahrungen unsere Zielgruppe zum Thema hat.
Aufbauend auf die Evaluation und die Erkenntnisse moderner Ausstellungsdidaktik wurden der rote Faden sowie die spezifischen Ausstellungsinhalte entwickelt. Jede Ausstellungsinstallation wurde dann auf ihre Sinnhaftigkeit hin mit der Zielgruppe diskutiert und entsprechend überarbeitet. Gleichfalls wurde das Gestaltungskonzept in enger Zusammenarbeit mit der Zielgruppe entwickelt.
Im Anschluss daran wurde das Konzept in die Skizzenentwürfe, bzw. die architektonischen Baupläne eines Ausstellungsarchitekten übersetzt.
Baubeginn der Umsetzung der Ausstellungseinheit zum Thema Energiesparen war der 30.10. 1998. Am 18. Juni 2000 wurde dieser Themenabschnitt im Untergeschoss des nun baubiologisch sanierten Ausstellungsgebäudes als weltweites Projekt der EXPO 2000 eröffnet.
Der zweite Teil zum Thema Mensch - Natur - Technik in der Stadt wurde am 27. Oktober 2002 eröffnet. Nun steht ganzjährig geöffnet den Besuchern eine Ausstellungsfläche von mehr als 1000 qm zur Verfügung.


Ergebnisse und Diskussion

Seit dem 27 Oktober 2002 ist die EnergieStadt fertiggestellt. Auf über 1000 qm können die Besucher nun zwei voneinander unabhängige Ausstellungseinheiten besuchen. Die EnergieStation erläutert handlungsorientiert und interaktiv, dass Energie wertvoll und unsere fossilen Vorräte endlich sind. Der Stadtspaß hingegen thematisiert das Spannungsfeld von Mensch-Natur-Technik in der Stadt und stellt Möglichkeit und Alternativen vor, wie die drei Bereiche in der Stadt des 21. Jh. in einem gleichgewichtigen Miteinander leben können.
Schon die Eröffnung des ersten Ausstellungsteils im Juni 2000 hat gezeigt, dass ein großes Bedürfnis von Kindergartengruppen an dem Besuch der EnergieStadt besteht. Da diese Gruppe altersmäßig unter unserer eigentlich definierten Kernzielgruppe liegt, haben wir versucht, dies in der Umsetzung des zweiten Ausstellungsteils verstärkt zu berücksichtigen. D.h. auch die Kinder, die noch nicht im Lesealter sind, finden zahlreiche Anknüpfungspunkte sich in der Ausstellung mit der Thematik zu beschäftigen. Auch auf das Interesse der begleitenden erwachsenen Besucher, sich z.T. tiefergehend mit einzelnen Themen zu beschäftigen, konnten wir durch Ausarbeitung detaillierter Informationsmedien eingehen.
Es hat sich also gezeigt, dass selbst sorgfältige Vorab-Analysen der möglichen Besuchergruppen nicht gänzlich die Bedürfnisse der späteren Besucher widerspiegeln können. Durch die zwei voneinander getrennten Eröffnungen hatten wir die Möglichkeit, aus unseren Fehlern zu lernen, Verbesserungsvor-schläge aufzugreifen und sie konkret umzusetzen.
Die durchweg positive Resonanz der Besucher zeigt, dass unsere Ausstellungsinhalte die Zielgruppe ansprechen und mit Sicherheit zu einer Auseinandersetzung mit der Thematik anregen.


Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation

Beide Ausstellungsteile wurden unter starker Presseresonanz eröffnet. Die Präsentation des ersten Teiles wurde stark von der Medienwirksamkeit der EXPO 2000 getragen. Die Eröffnung im Oktober diesen Jahres wurde der Bevölkerung durch Plakatwerbung und Presseberichte vermittelt. Zahlreiche Fachzeitschriften und Stadtjournale haben redaktionelle Artikel veröffentlicht. Verstärkt wird zur Zeit in überregionalen Printmedien durch Anzeigen und Beilagen geworben.
In den letzten Monaten konnten wir in 2 Sendungen in Kinderkanal (Kikania) sowie im Galeria TV über das Projekt bzw. die neueröffnete Ausstellung berichten.


Fazit

Schulklassen, Kindergärten, Geburtstagsgruppen, Familien und Einzelbesucher nutzen seit der Eröffnung die Erlebnisausstellung. Die Idee bzw. das Konzept, Inhalte der Umweltbildung mit Hilfe moderner Ausstellungsgestaltung zu vermitteln wird erfolgreich von der angesprochenen Zielgruppe als neues Freizeitsegment in der Region angenommen. Im Rahmen der schulischen Bildung werden die Themen-schwerpunkte der Ausstellung als inhaltliche Ausführung der Unterrichts-Richtlinien angenommen und als produktive Bereicherung verstanden. Aber auch an den Nachmittagen und an den Wochenenden stellt die EnergieStadt eine Institution dar, in der man gerne seine Freizeit verbringt, dort mit Freunden oder der Familie feiert. Betriebe und Firmen haben ein speziell für erwachsene Gruppen ausgearbeitetes Spiel gerne angenommen, um mit ihrer Belegschaft in der EnergieStadt zu feiern.
Das NaturGut Ophoven konnte daher seine Rolle als außerschulischer Lern- und Besuchsort in der Stadt Leverkusen auch über ihre Grenzen hinweg festigen.

Förderzeitraum: 29.03.2000 - 10.12.2002 (2 Jahre und 8 Monate)
Fördersumme: 867.208,81
Förderbereich: III.10.3
Stichworte: Kinder , Naturschutz, UN-Dekade
Publikationen: