Entwicklung ökologischer Kommunikationsfähigkeit in kleinen und mittleren Unternehmen - Erarbeitung, Erprobung und Verbreitung neuer Instrumente zur ökologischen Unternehmenspolitik

Aktenzeichen 12655/01
Zusammenfassung / Abstract: Dateigröße: 0.05 MB | Zuletzt geändert: 11.08.2009
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Projektträger: ecco ecology & communication Unternehmensberatung GmbH
Auguststr. 88
26121 Oldenburg
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Telefon: 044177905-0
Internet: -
Bundesland: Niedersachsen
Beschreibung:
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Die Zielsetzung des Projektes ist die Entwicklung umweltschutzbezogener Kommunikationsfähigkeit in kleinen und mittleren Unternehmen. Dabei sollen neue Instrumente zur ökologischen Unternehmenspolitik erarbeitet, mit den Kooperationspartnern individuell erprobt und schließlich verbreitet werden.
Somit beschäftigt sich das Vorhaben sowohl mit der internen wie mit der externen Kommunikation. Hierbei sollen die Gemeinsamkeiten aber auch die Unterschiede zwischen interner und externer Kommunikation herausgestellt werden. Dabei sollen auch die Voraussetzungen für die Entwicklung einer Kommunikationsfähigkeit mit den Kooperationspartnern erarbeitet werden.


Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDieses Vorhaben ist so gestaltet, dass in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern ein Konzept zur ökologischen Kommunikationsfähigkeit erarbeitet und erprobt wird, welches das jeweilige Unternehmen in die Lage versetzt, die eigene umweltschutzbezogene Kommunikationsfähigkeit auch nach Beendigung des Projekts kontinuierlich zu analysieren und darauf aufbauend weiterentwickeln zu können. Im Einzelnen bedeutet dies als erstes die Erstellung einer Analyse der Kommunikation im Umweltschutz. Im weiteren wird dann für jedes Unternehmen ein individuelles Konzept zur Entwicklung der umweltschutzbezogenen Kommunikationsfähigkeit erstellt.
Um die Kommunikationsfähigkeit der beteiligten Unternehmen zu entwickeln, werden Methoden aus den verschiedensten Forschungsrichtungen eingesetzt. Beispielsweise sei hier die Konzipierung und Durchführung spezifischer, auf die Bedürfnisse der entsprechenden Unternehmen zugeschnittener Trainings- und Schulungsmaßnahmen genannt.
Resultierend aus den Analyseergebnissen der beteiligten Unternehmen soll daraufhin ein allgemeines Konzept zur Entwicklung der Kommunikationsfähigkeit im Umweltschutz für kleine und mittlere Unternehmen erstellt werden.
Um das Projekt einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, werden in diesem Projekt nicht nur die entsprechenden Veröffentlichungen angestrebt, sondern auch ein Kommunikationsnetzwerk aufgebaut.


Ergebnisse und Diskussion

Als Ergebnisse des Projektes kristallisierten sich folgende fünf Erkenntnisfelder heraus:
1. Die Rolle des Umweltbeauftragten
Die Rolle des Umweltbeauftragten ist oftmals dadurch charakterisiert, dass der Bedarf nach Veränderungen groß ist, da es - wie bei anderen Stabstellen auch - für den UMB nicht einfach ist die richtigen Themen zu finden und die Mitarbeiter zu motivieren. Von daher wurden die Analyse- und Verbesserungsmaßnahmen sehr intensiv begleitet, was für das Gelingen des Projektes ein wesentlicher Baustein war.
2. Die allgemeine Kommunikationsfähigkeit
Zwischen den Themen der allgemeinen Kommunikationsfähigkeit und der ökologischen Kommunikationsfähigkeit lässt sich in den seltensten Fällen eine scharfe Trennlinie ziehen. Das Thema Umwelt spielt normalerweise in den Unternehmen eine relativ untergeordnete Rolle, daher kommt es gerade bei diesem Thema in gesteigertem Maße auf Verständigung und Goodwill an.
Generell hat es sich als sehr zentral erwiesen, die Kommunikationsgeschichte des Unternehmens kennen zulernen und in die Vorgehensweise mit einzubeziehen. Festzuhalten ist auch, dass eine ökologische Kommunikationsfähigkeit selten losgelöst von der allgemeinen Kommunikationsfähigkeit gefördert werden kann, diese aber wiederum auf die ökologische Kommunikationsfähigkeit zurückwirkt.
3. Der Umweltbeauftragte als Organisationsentwickler
Die Aufgabe des Umweltbeauftragten in diesem Projekt war es, das Projekt nach innen - in die Firma hinein - zu vertreten, quasi als interner Projektleiter. Die im Projekt erarbeiteten und durchgeführten Maßnahmen waren in ihrer Wirkungsweise nicht nur auf das Thema ökologische Kommunikation beschränkt sondern betrafen natürlich auch andere Bereiche des Unternehmens. Daher wurden durch den Umweltbeauftragten Handlungen initiiert, die über das Projekt als solches hinaus gingen.
4. Externe Kommunikation
Externe Kommunikation geht über die Bereiche Absatz und Marketing hinaus. Dabei setzt dieses Thema auf der allgemeinen Unternehmenspolitik und dem allgemeinen Unternehmenshandeln an. Im Rahmen des Projektes hat sich gezeigt, dass die wenigsten Unternehmen sich systematisch mit ihren ökologischen Themen und den angesprochenen Anspruchsgruppen auseinandersetzen. Gleichzeitig wurde aber auch die Unmöglichkeit einer getrennten Betrachtung von interner und externer Kommunikation deutlich. Eine ausgeprägte und systematische interne Kommunikation ist immer die Voraussetzung für eine wirkungsvolle externe Kommunikation.
5. allg. Handlungsempfehlungen
Das Projekt hat insgesamt gezeigt, dass ein Umweltbeauftragter zur Erweiterung der ökologischen Kommunikationsfähigkeit vor allem Zeit braucht, vor allem da er auf die Mitarbeit und die Motivation sowohl der Mitarbeiter als auch - ganz wesentlich - der Geschäftsführung angewiesen ist.
Wesentlich für das Gelingen ist es aber, dass der Umweltbeauftragte eine Strategie hat. Was ist das eigentliche Ziel, welche Maßnahmen sollte man durchführen, welche Verbündete braucht man.
Dies sind wesentliche Fragen, die Umweltbeauftragte vorher beantworten sollten.


Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation

Die Ergebnisse des Projektes mit den insgesamt 25 Modulen, die wir im Rahmen dieses Projektes erarbeitet haben, wurden in einem multimedialen Methodenkoffer (auf CD-ROM) zusammengestellt, die dem Umweltbeauftragten helfen sollen, genau diese Fragen zu beantworten.
Dieser Koffer wird kostengünstig im Handel angeboten werden. Gleichzeitig wird und wurde das Projekt mit seinen Ergebnissen in verschiedenen Artikeln und Vorträgen vorgestellt.


Fazit

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass bei dem Thema der ökologischen Kommunikationsfähigkeit auch immer die allgemeine Kommunikationsfähigkeit mitbetrachtet und gefördert werden muss. Die ökologische Kommunikationsfähigkeit bietet sich aber hier als sinnvoller Einstieg an.
Gleichzeitig hat das Projekt bestätigt, dass interne Kommunikation und externe Kommunikation ganz wesentlich miteinander verknüpft sind und auch in der Betrachtungsweise nicht getrennt werden sollten.

Förderzeitraum: 17.06.1998 - 16.07.2001 (3 Jahre und 1 Monat)
Fördersumme: 460.162,69
Förderbereich: I.1.1
Themengebiet: Umweltkommunikation
Stichworte: Umweltkommunikation
Publikationen: