Landwirtschaft als Stromnetz-Stabilisator

Landwirtschaftliche Betriebe produzieren mehr als Lebensmittel: Viele von ihnen leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Durch Photovoltaik-, Biogas- und Windkraftanlagen sowie den Einsatz alternativer Antriebe in Maschinen tragen sie zur Reduktion von Treibhausgasemissionen bei.

Gleichzeitig belasten die unregelmäßige Einspeisung erneuerbarer Energien und der schwankende Eigenverbrauch das Stromnetz. Genau hier setzt ein Projekt der Hochschule Osnabrück und der Technischen Universität Braunschweig an und untersucht, wie landwirtschaftliche Betriebe durch intelligente Energieerzeugung und -nutzung das Stromnetz entlasten und sich selbst besser vor Stromengpässen schützen können. Dafür verfolgen die Forschenden drei zentrale Ziele: Zunächst erfassen sie systematisch die Energieflüsse in der Landwirtschaft. Am Beispiel eines Milchviehbetriebs werden alle Energiequellen sowie Verbraucher wie Melkroboter oder die Milchkühlung analysiert. Im nächsten Schritt gleicht das Team Angebot und Nachfrage ab. Zum Schluss evaluiert das Projekt, welche technischen Voraussetzungen nötig sind, um den Betrieb auch bei Netzausfällen aufrechterhalten zu können.

Das Projekt wird im Rahmen der DBU-Förderinitiative „Speicher und Netze“ unterstützt. Neben den beiden Hochschulen sind zwei Milchviehbetriebe sowie das AgroTech Valley Forum als Praxispartner eingebunden, um eine realitätsnahe Abbildung der Betriebsprozesse zu gewährleisten.

Mehr dazu: www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/08/landwirtschaft-als-stromnetz-stabilisator-wie-bauernhoefe-das-netz-entlasten-koennen/#

DBU-AZ 40635