Nicht ohne Ochs, Esel und Schaf – große Weidetiere halten wertvolle Lebensräume offen

Ochs, Esel und Schafe sind aus der klassischen Weihnachtsgeschichte nicht wegzudenken. Auch im DBU Naturerbe, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), geht es nicht ohne Tiere. Die vierbeinigen Landschaftspfleger erhalten auf vielen DBU-Naturerbeflächen Heiden und Weiden, die ohne ihren Appetit nach und nach mit Gebüschen und Bäumen zuwachsen und wieder zu Wald werden würden. Durch ihre Huftritte entstehen ebenso offene Bodenstellen, in denen lichtbedürftige Pflanzen gut keimen und Insekten einen Lebensraum finden. Im Fell der Tiere verfangen sich Samen, die so über die Fläche verbreitet werden und Kothaufen sind Nahrung und Zuhause für viele Käfer und Insekten, die wiederum ein wahres Buffet für Vögel und Fledermäuse darstellen. Sie sind nicht nur zu Weihnachtszeit, sondern täglich im Einsatz für die biologische Vielfalt.

Entdecken Sie mit unseren Lesetipps die Rolle der großen Weidetiere – und ihrer Betreuenden – auf den Flächen des DBU Naturerbes:

Naturerbefläche Oranienbaumer Heide

55 Heckrinder und 36 Konikpferde betreut die Biologin Christiane Hönicke von der Primigenius Köthener Naturschutz und Landschaftspflege seit 2018 auf der DBU-Naturerbefläche Oranienbaumer Heide in Sachsen-Anhalt – auf der größten Ganzjahresweide in Mitteldeutschland. Hier weiterlesen: www.dbu.de/news/mit-heckrindern-und-koniks-in-der-oranienbaumer-heide/

Naturerbefläche Cuxhavener Küstenheiden

Landwirt Arne Hasenkampf betreut Wisente, Konik-Wildpferde und Heckrinder auf der DBU-Naturerbefläche Cuxhavener Küstenheiden in Niedersachsen.
Hier weiterlesen: www.dbu.de/news/tierische-landschaftspfleger-fuer-die-biologische-vielfalt/

Naturerbefläche Borken

Mit ihrem Appetit pflegen drei zotteligen Schottischen Hochlandrinder zwölf Hektar auf der ehemaligen Landebahn am Fliegerberg der DBU-Naturerbefläche Borken in Nordrhein-Westfalen.
Hier weiterlesen:https://www.dbu.de/news/mit-ruhe-und-gemuetlichkeit-fuer-die-biologische-vielfalt/

Naturerbe Wesendorf

Diethelm Lilje betreut als Biobauer 30 Galloway-Rinder auf Ganzjahresweide im DBU Naturerbe Wesendorf in Niedersachsen.
Hier weiterlesen: https://www.dbu.de/news/vom-bauunternehmer-zum-naturschuetzer-und-wurstverkaeufer/

Naturerbefläche Borkenberge, Stegskopf und Herzogsberge

Auf zahlreichen DBU Naturerbeflächen werden offene Lebensräume durch Schafe beweidet. Schäfer Heinz-Josef Stratmann kümmert sich seit Jahrzehnten bei Wind und Wetter um die Pflege seltener Lebensräume auf der DBU-Naturerbefläche Borkenberge in Nordrhein-Westfalen. Wanderschäfer Erwin Schwarz sorgt im Rhythmus der Jahreszeiten für die Landschaftspflege auf der DBU-Naturerbefläche Stegskopf in Rheinland-Pfalz. Und Christof Bokelmann hütet in dritter Generation Schafe auf der DBU-Naturerbefläche Herzogsberge in Niedersachsen.

Das DBU Naturerbe

Als Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) verwaltet das DBU Naturerbe den Naturschutz auf 71 überwiegend ehemaligen Militärflächen mit rund 70.000 Hektar in zehn Bundesländern. Der Bund verzichtet seit 2005 auf den Verkauf ausgewählter, wertvoller Naturflächen im Bundeseigentum und hat bislang rund 164.000 Hektar stattdessen dem Naturschutz gewidmet und an Stiftungen, Naturschutzverbände oder Bundesländer übertragen. Zum Nationalen Naturerbe zählen ehemals militärisch genutzte Gebiete, Flächen entlang der früheren innerdeutschen Grenze, Treuhandareale und stillgelegte Braunkohletagebaue. Im DBU Naturerbe sollen offene Lebensräume mit seltenen Tier- und Pflanzenarten durch Pflege bewahrt, Wälder möglichst ohne menschlichen Eingriff ihrer natürlichen Entwicklung überlassen, strukturarme Forste zu naturnahen Wäldern umgewandelt und Feuchtgebiete sowie Gewässer ökologisch aufgewertet oder erhalten werden. Zudem möchte die DBU-Stiftungstochter Menschen für die heimische Natur begeistern.

Titelbild: Claudia-Walter, von oben Foto1: Katja Behrend/ DBU Naturerbe, Foto 2 + 3: Foto: Gesa Wannick/ DBU Naturerbe, Foto 4: Katja Behrend/ DBU Naturerbe, Foto 5: Petra Bokelmann