forsa-Umfrage: GreenTech für Zukunft des Landes wichtig

Technologische Innovationen sind sehr oder eher wichtig für die Zukunft Deutschlands. Das sagen 93 Prozent der Teilnehmenden einer repräsentativen forsa-Umfrage. Ebenfalls im Fokus: Die Themen Export und internationale Konkurrenzfähigkeit – und für welche Branchen sich die meisten Befragten Innovationen wünschen.

Mit 132 Mrd. Euro Exporten und 314 Mrd. Euro Wertschöpfung 2023 wächst die GreenTech-Branche seit Jahren überdurchschnittlich, ist Wachstumsmotor für die deutsche Wirtschaft und schafft mit 3,4 Mio. Jobs deutlich mehr Arbeitsplätze als klassische Industrien. So beschreibt der 2025 vorgelegte GreenTech-Atlas den Erfolg von umwelt- und klimafreundlichen Technologien und Dienstleistungen. Wie schauen die Menschen in Deutschland auf umweltentlastende Innovationen und damit verbundene Branchen und Industrien? Das untersuchte eine repräsentative, bundesweite Umfrage des forsa-Meinungsforschungsinstituts, Berlin, im Auftrag der DBU. Befragt wurden 1006 Personen über 18 Jahre im Zeitraum 6. bis 19. Januar 2026 – und gaben eine klare Antwort.

Die drei Branchen Bildung und Digitalisierung, Gesundheit und Pflege sowie umweltfreundliche Energieversorgung sind laut einer von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) beauftragten repräsentativen Umfrage des forsa-Meinungsforschungsinstituts zu GreenTech aus Sicht der Mehrheit der Deutschen am besten prädestiniert für Innovationen
© Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Einfluss neuer Technologien positiv bewertet

Die überragende Mehrheit der Befragten (93 Prozent) lässt keinen Zweifel daran, dass technologische Innovationen für die Zukunft des Landes sehr oder eher wichtig sind. 80 Prozent gehen davon aus, dass Herstellung und Export umweltfreundlicher Technologien wichtige Säulen für Deutschlands wirtschaftliche Zukunft sind. Und 86 Prozent sehen den Einfluss neuer Technologien auf das tägliche Leben sehr positiv beziehungsweise eher positiv. Nachholbedarf gibt es aber bei der internationalen Konkurrenzfähigkeit: Fast zwei Drittel (60 Prozent) der Umfrageteilnehmenden bewerten den Fortschritt Deutschlands auf Feldern wie erneuerbare Energie, Energieeffizienz, Recycling und Wasserstoff im globalen Maßstab als durchschnittlich, fast ein Viertel (24 Prozent) gar als rückständig. Lediglich 11 Prozent betrachten Deutschland in den genannten Themen als führend.

Die Befragten durften aus einer Liste bis zu drei Branchen auswählen, für die sie sich am meisten Innovationen wünschten. Auf den ersten drei Plätzen liegen die Branchen Bildung und Digitalisierung (61 Prozent), Gesundheit und Pflege (60 Prozent) sowie umweltfreundliche Energieversorgung (49 Prozent). Erst dahinter folgen Verkehr und Mobilität (39 Prozent) sowie Bau und Wohnen (18 Prozent). Besonders im Bereich Gesundheit und Pflege manifestiert sich ein Unterschied zwischen Männern und Frauen: Frauen (70 Prozent) wünschen sich demnach deutlich häufiger als Männer (50 Prozent) in diesem Bereich mehr innovatives GreenTech.

Mehr staatliche Förderung von Umwelttechnologien hält eine Mehrheit der Deutschen laut forsa-Umfrage für angebracht.
© Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Staatliche Förderung notwendig

Laut forsa-Umfrage sieht eine deutliche Mehrheit den Staat in der Pflicht: Insgesamt 69 Prozent der Befragten hält eine etwas oder deutlich stärkere staatliche Förderung von Umwelttechnologien für notwendig. Rund 16 Prozent sind mit der gegenwärtigen Förderung durch den Staat zufrieden. Lediglich ein Zehntel meint, es werde staatlicherseits zu viel gefördert. Zudem sind die Befragten mehrheitlich bereit, selbst etwas für die GreenTech-Branche zu tun: 66 Prozent würden für nachweislich umweltfreundliche Produkte zumindest 5 Prozent mehr bezahlen.

„Die GreenTech-Branche ist eine Erfolgsgeschichte made in Germany. Seit 2010 hat der Sektor die Bruttowertschöpfung hierzulande jedes Jahr um rund 5 Prozent gesteigert – und stellt zudem mehr als 8 Prozent der Exporte sicher. Diesen Trumpf dürfen wir nicht verspielen. Mit innovativem Umweltschutz lässt sich Geld verdienen“, sagte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.

Die forsa-Umfrage und ausgewählte Grafiken finden sich unter: www.dbu.de/dbu-publikationen/