Aus der Start-up-Förderung: Ein zweites Leben für Solarmodule

Abfälle reduzieren, Ressourcen sparen: Das Start-up Better Sol hat ein Verfahren zur Rettung gebrauchter, aber noch leistungsfähiger Solarmodule entwickelt, um sie zurück in den Markt zu bringen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes verbucht Photovoltaik mittlerweile einen Anteil von etwa 24 Prozent und ist damit der zweitwichtigste Energieträger der inländischen Stromerzeugung. Damit die Bemühungen für mehr erneuerbare Energien nicht ins Stocken geraten, müssen gebrauchte, aber noch leistungsfähige Materialien für eine Weiternutzung erhalten werden. Das Start-up Better Sol aus Braunschweig setzt für Photovoltaik-Energie genau dort an. Das Team um Mitgründerin Luisa Schulze hat ein System entwickelt, um das Nutzungspotenzial ausgemusterter Solarmodule zu bestimmen. Schulze: „Wir wollen geeignete Solarplatten mit garantierter Leistung und einer transparenten Leistungsprognose wieder in den Markt zurückbringen.“

Solarpaneele des Start-ups Better Sol
© Better Sol GmbH

Die Qualität gebrauchter Photovoltaik-Anlagen bestimmt das Team von Better Sol mit einem in Teilen automatisierten Testsystem inklusive einer selbst entwickelten Software auf Basis künstlicher Intelligenz (KI). Jedes funktionstüchtige Modul erhält ein Label mit den Testdaten und einer zugewiesenen Leistungsklasse. Erst dann wird der Rest endgültig zum Recycling aussortiert.

Der Großteil ausgemusterter Solarplatten stammt laut Schulze vor allem von Solarparks, bei denen regelmäßig größere Mengen an Modulen ausgewechselt werden. „Im Schnitt ist jedes zweite gebrauchte Solarmodul noch für eine erneute Nutzung geeignet. Mehr grüner Strom und weniger Abfälle sind also gleichzeitig möglich“, so Schulze.

Mehr dazu in unserer Pressemitteilung: www.dbu.de/news/ein-zweites-leben-fuer-solarmodule/

AZ 35505/93

Titelbild: Mirko Laube (links) und Luisa Schulze haben mit Unterstützung der DBU das Start-up Better Sol gegründet.