Wie können Fahrzeugbatterien als Energiespeicher für die Energieversorgung der ersten vollelektrischen Personenfähre in der deutschen Nordsee dienen? Das zeigt ein Projekt aus der Förderinitiative „Speicher und Netze“.
Ein Fährticket nach Norderney, bitte – aber nachhaltig! Seit über 140 Jahren verbindet die AG Reederei Norden-Frisia die ostfriesischen Inseln mit dem Festland. Seit März 2025 betreibt sie die erste vollelektrische Personenfähre in der deutschen Nordsee auf der Strecke Norddeich Mole – Norderney. Mit dem Projekt „Bi-direktionale Integration von Elektrofahrzeugen“ (BIDI-EL) geht sie nun zusammen mit der Hochschule Osnabrück einen weiteren Schritt in Richtung klimafreundliche Schifffahrt. Kernelement ist die clevere Verknüpfung von Elektromobilität und Energieversorgung der Fähre – mit dem „Vehicle-to-Grid-System“ (V2G): Elektrofahrzeuge auf dem Parkplatz der Reederei werden über die dort installierte Photovoltaik (PV)-Anlage geladen. Wenn die Fähre wieder im Hafen ankommt, speisen die Fahrzeugbatterien gemeinsam mit der PV-Anlage Strom in das Ladesystem der Fähre ein. Somit werden die Fahrzeuge zu dezentralen Energiespeichern für den Fährbetrieb. Dadurch wird der Anteil lokal erzeugter und regenerativer Energie deutlich erhöht, das öffentliche Netz entlastet und die Fahrzeugbatterien werden im „Wellness-Betrieb“ gehalten.
Das Projekt wird im Rahmen der DBU-Förderinitiative Speicher und Netze gefördert. Mehr zum Projekt unter:
www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/05/elektrofahrzeuge-als-zwischenspeicher-neues-forschungsprojekt-zur-klimafreundlichen-energieversorgung-von-e-faehren/