DBU-Kollegin Melanie Vogelpohl, zuständig u.a. für den Förderbereich MINT-Bildung, hat Ende Mai zwei Sonderpreise von Stiftung Jugend forscht e. V. im Namen der DBU überreicht.
Kann man aus Pilzen etwas bauen? Kann Schall Pflanzen vor Austrocknung bewahren? Viele Fragen – und noch mehr Antworten. Auf dem 61. Bundeswettbewerb von Stiftung Jugend forscht e. V. in Herzogenaurach bei Schaeffler haben Ende Mai 159 junge Forschende ihre vielfältigen und innovativen Projekte präsentiert. Im Rahmen der Sonderpreisverleihung der DBU wurden zwei Preise für besonders herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Umwelttechnik verliehen.

Pilzmyzel als Baustoff der Zukunft
Gewonnen haben das Team Maja Ebert, Liv Borosch und Xiyan Cui mit dem Projekt Pilzmyzel – der Baustoff der Zukunft. Pilzmyzel, das fadenförmige Geflecht von Pilzen, kann als schnell nachwachsender Rohstoff ein Baustoff der Zukunft werden.
Das Team veränderte gezielt die Herstellung von Pilzmyzel, um die Materialeigenschaften dieses nachhaltigen Baustoffs zu optimieren. Die Jungforscherinnen zeigten, dass myzelbasierte Verbundwerkstoffe für nichttragende Bauteile großes Potenzial besitzen – etwa für Anwendungen im Innenbereich als Dämm-, Akustik- oder Füllmaterial.

Schallgesteuerte Stomata für effizientere Landwirtschaft
Und Paul Brock mit dem Projekt Schallgesteuerte Stomata: Ein innovativer Ansatz für effizientere Landwirtschaft.
Der Jungforscher konnte zeigen, dass bei der tiefsten Frequenz die Poren von Gierschpflanzen etwa um ein Drittel geringer geöffnet waren als bei unbeschallten Pflanzen. Bei der höchsten Frequenz dagegen öffneten sich die Poren weiter um knapp zehn Prozent. Diese Erkenntnis könnte künftig beim Anbau von Nutzpflanzen Verwendung finden, um bei Trockenheit den Wasserverbrauch zu drosseln oder die Aufnahme von Düngemitteln zu verbessern.
Alle vier haben viel Arbeit in ihre praxisnahen Forschungsarbeiten gesteckt und fachlich viel gelernt.