„Wir mĂŒssen die Menschen positiv einstimmen auf die Nutzung der Sonne als alternative Energiequelle“

DBU fördert Photovoltaikanlage am NaturGut Ophoven - Abschluss der "Woche der Umwelt" des BundesprĂ€sidenten - Positives ResĂŒmee
Leverkusen. "Wir mĂŒssen die Menschen positiv einstimmen auf die Nutzung der Sonne als alternative Energiequelle. Die hier geplante Integration einer Anlage zur Stromgewinnung in kĂŒnstlerisch gestaltete Blitze und eine Sonnenblume kann einen Beitrag dazu leisten." - Mit diesen Worten ĂŒbergab am 7. Juni auf dem NaturGut Ophoven (Leverkusen) in Anwesenheit von BundesprĂ€sident Johannes Rau der GeneralsekretĂ€r der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), OsnabrĂŒck, Fritz Brickwedde, einen Bewilligungsbescheid ĂŒber 30.000 Euro an Dr. Hans-Martin Kochanek, Vorstandsmitglied des Fördervereins des Naturgutes. Das eineinhalbstĂŒndiges Besichtigungsprogramm des BundesprĂ€sidenten bildete zugleich den Abschluss der "Woche der Umwelt", zu der das Staatsoberhaupt eingeladen hatte, um mit organisatorischer UnterstĂŒtzung der DBU die Bedeutung des Umweltschutzes fĂŒr Deutschland zu dokumentieren.

Attraktive Formen der Gestaltung finden

Ansatz der Umweltbildungseinrichtung sei es, sinnlichem Erleben besonderes Gewicht zu geben, betonte Brickwedde. Um die Impulswirkung zur stĂ€rkeren Nutzung der Sonnenenergie zu erhöhen und den BĂŒrgern die Entscheidung zum Kauf solcher Anlagen schmackhaft zu machen, mĂŒsse ĂŒber attraktivere Formen ihrer Gestaltung nachgedacht werden. Nur durch die Vermittlung eines GefĂŒhls höherer Wertigkeit könnten grĂ¶ĂŸere Nutzergruppen neu gewonnen werden. Deshalb sei es sinnvoll, durch die auf dem GewĂ€chshaus als drei Blitze von Odo Rumpf, dem TrĂ€ger des EuropĂ€ischen Solarpreises 1997, gestaltete Anlage und eine in der "BlĂŒte" mit entsprechender Technik versehene "Sonnenblume", die sich mit der Sonne drehe und sogar am Boden liege, wenn sie nicht scheine, einen solchen Versuch zu wagen.

Erlebnisausstellung von DBU mit 960.000 Euro unterstĂŒtzt

TĂ€glich besuchten das Naturgut Schulklassen und Kindergartengruppen. Mit mehr als 200 Kursen im Jahr werde zusĂ€tzlich der Wissensdurst Erwachsener gestillt. Kindergeburtstage mit UmweltpĂ€dagogik und umweltpĂ€dagogische Betriebsfeiern wĂŒrden organisiert, EntscheidungstrĂ€ger durch FĂŒhrungen fĂŒr das Umweltthema sensibilisiert. Neben der Arbeit auf dem sechs Hektar großen DemonstrationsgelĂ€nde im Außenbereich sei im Juni 2000 die Umwelterlebnisausstellung "EnergieStadt" eröffnet worden. Die DBU hatte eine Vorstudie dazu und die Umsetzungsmaßnahmen mit insgesamt 960.000 Euro unterstĂŒtzt. Insofern ergĂ€nzten die geplante Photovoltaikanlagen die Möglichkeit, Menschen unterschiedlichen Alters fĂŒr den Umweltschutz zu erwĂ€rmen.

Positives ResĂŒmee der Veranstaltung im Park des Schlosses Bellevue

Am Rande des Besuchstermins des BundesprĂ€sidenten in Leverkusen zog Brickwedde auch ein erstes vorlĂ€ufiges ResĂŒmee der Veranstaltung im Park des Schlosses Bellevue, bei der am 3. und 4. Juni 160 Aussteller ĂŒber 8.000 GĂ€sten deutsche Spitzen-Umwelttechnik und -forschung prĂ€sentiert und in 44 hochkarĂ€tig besetzten Einzelveranstaltungen ihre Bedeutung fĂŒr dieses Land diskutiert hatten. Umfragen vor Ort von Studenten der Fachhochschule OsnabrĂŒck hĂ€tten nach einer ersten Zwischenauswertung ergeben, dass 90 Prozent der Besucher der Veranstaltung die Noten "sehr gut" und "gut" gegeben hĂ€tten, zehn Prozent die Note "befriedigend". Schlechtere Bewertungen habe es nicht gegeben.

"Wichtigen Impuls fĂŒr Umweltschutz in Deutschland gegeben"

Das ökologische Catering sei sogar von 95 Prozent mit den beiden Bestnoten, von fĂŒnf Prozent mit "befriedigend" bewertet worden. Die Noten "ausreichend" bis "ungenĂŒgend" seien auch hier in keinem einzigen Fall aufgetaucht. 95 Prozent der Besucher hĂ€tten sich fĂŒr eine Wiederholung einer "Woche der Umwelt" ausgesprochen, selbst wenn sie nicht an so exponierter Stelle stattfinde. Brickwedde: "Das zeigt, dass der BundesprĂ€sident mit seiner Initiative einen wichtigen Impuls fĂŒr den innovativen, produktionsintegrierten Umweltschutz in Deutschland gegeben hat."