Wie schaffen wir die Energiewende? Klimaforscher Prof. Hartmut Graßl referiert

Abendvortrag im Rahmen der Ausstellung „Klimawerkstatt“ – 26. Mai, 18.30 Uhr – Eintritt frei

OsnabrĂŒck. „Wir mĂŒssen aus der Nutzung der fossilen Brennstoffe wie Erdöl fĂŒr die Energieversorgung aussteigen“, sagt Klimaforscher Prof. Dr. Hartmut Graßl. „Jedenfalls, wenn wir das Ziel der ErwĂ€rmung von maximal zwei Grad gegenĂŒber der Zeit vor der Industrialisierung einhalten wollen!“ Das hat die Weltgemeinschaft bei der 16. Vertragsstaatenkonferenz zur Rahmenkonvention der Vereinten Nationen im Dezember im mexikanischen CancĂșn vereinbart. Wie viele schĂ€dliche Abgase dĂŒrfen noch wie lange von welchen LĂ€ndern in die AtmosphĂ€re gegeben werden? Fragen wie diese beantwortet der weltweit bekannte Klimaexperte und TrĂ€ger des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Donnerstag, 26. Mai, um 18.30 Uhr im DBU-Zentrum fĂŒr Umweltkommunikation (ZUK) in seinem Vortrag „Wie schaffen wir die Energiewende? Klimaschutz als SchlĂŒssel zu einer nachhaltigen Entwicklung“. Interessierte Hörer können sich noch bis zum 25. Mai anmelden (0541/9633921; tepker@dbu.de).

Graßl beantwortet Fragen zu Klimawandel und Energiewende

In seinem Vortrag wird der ehemalige Direktor am Max Planck Institut (MPI) fĂŒr Meteorologie in Hamburg die Folgen des Klimawandels erlĂ€utern und Lösungswege zu wichtigen Fragen der Energieversorgung vorstellen. Welche KlimaverĂ€nderungen bei zwei Grad Celsius mittlerer globaler ErwĂ€rmung sind unvermeidlich? Wie können wir die globale ErwĂ€rmung auf zwei Grad begrenzen? Welche Potenziale haben die erneuerbaren Energien? Können wir uns langfristig ausschließlich ĂŒber Wind-, Wasser-, Sonnenkraft und Geothermie versorgen? Und was kostet uns das?

Rolle Deutschlands in der internationalen Klimapolitik wird diskutiert

Deutschland hat seine Treibhausgasemissionen stĂ€rker zurĂŒckgeschraubt als seine westlichen NachbarlĂ€nder. Deshalb soll auch diskutiert werden, was dies fĂŒr unser Land bei dem europĂ€ischen Emissionshandel, dem Kyoto-Protokoll und einem neuen, im Dezember im sĂŒdafrikanischen Durban zu verhandelnden Protokoll bedeutet. Die Folgen eines beschleunigten Ausstieges aus der Kernenergienutzung werden ebenso Thema sein wie die Steigerung der Energieeffizienz.

Weltweit bekannter Klimaforscher - viele Auszeichnungen

Graßl ist einer der renommiertesten deutschen Klimaforscher. Der mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftler war bis 2005 Direktor am Max Planck Institut (MPI) fĂŒr Meteorologie in Hamburg und Professor fĂŒr Allgemeine Meteorologie an der UniversitĂ€t Hamburg. 1998 wurde ihm der Deutsche Umweltpreis der DBU fĂŒr seinen Beitrag zur Klimaforschung verliehen. Bis heute ist er als Vorsitzender und Mitglied in verschiedenen Beratungsgremien und als Herausgeber von Fachpublikationen aktiv.

DBU-Ausstellung "Klimawerkstatt" noch bis Ende Juli in OsnabrĂŒck

Die DBU-Ausstellung „Klimawerkstatt“ ist noch bis Ende Juli montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr im ZUK der DBU zu sehen. Der Eintritt ist frei. Danach geht sie deutschlandweit auf Wanderschaft. FĂŒr Gruppen ab zehn Personen und Schulklassen werden FĂŒhrungen und ein spezielles Begleitprogramm angeboten (Anmeldung unter Telefon 0541/9633921). Informationen unter www.klimawerkstatt.net.

Prof. Dr. Hartmut Graßl, UmweltpreistrĂ€ger der DBU und Direktor emeritus am Max-Planck-Institut fĂŒr Meteorologie, Hamburg
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