Voller Einsatz für die Heide

Bergwaldprojekt und DBU Naturerbe kooperieren auf DBU-Naturerbefläche Cuxhavener Küstenheiden

Cuxhaven. 17 Freiwillige aus ganz Deutschland haben sich auf der DBU-Naturerbefläche Cuxhavener Küstenheiden für den Naturschutz eingesetzt. Vom 20. bis zum 26. September organisierte das Bergwaldprojekt eine Freiwilligenwoche in Kooperation mit der Flächeneigentümerin, dem DBU Naturerbe, einer gemeinnützigen Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Gemeinsam sägte, hackte, zog, entastete und schleppte die Gruppe, um die Heidefläche zu entbuschen.

Voller Einsatz: Die Freiwilligen haben auf der DBU-Naturerbefläche Cuxhavener Küstenheiden aufwachsende Gehölze wie Spätblühende Traubenkirschen entfernt. So bleibt die lichte Heidelandschaft offen und erhalten.
© Dominik Sucker-Weiß/Bundesforst

Naturschutz zum Anpacken

Das Team kam aus verschiedenen Berufs- und Altersgruppen auf der DBU-Naturerbefläche Cuxhavener Küstenheiden zusammen. „Gemeinsam leisteten alle harte Arbeit für den Naturschutz. Dieses Mal stand das Entbuschen der Heidelandschaft im Fokus“, erklärt Revierleiter Dominik Sucker-Weiß vom Bundesforstbetrieb Niedersachsen, der die Flächen im Auftrag der Stiftungstochter betreut. „Vor allem Kiefern haben sich ausgebreitet, die entfernt werden mussten. Außerdem haben wir Spätblühende Traubenkirschen und Birken beseitigt“, sagt Sucker-Weiß. Er erklärt: „Die Bäume nehmen der Heide das Licht. Nach und nach würde die offene Heide durch Gehölze verdrängt, wenn wir nichts unternehmen.“ Weidende Wisente, Heckrinder, Konik-Pferde und Schafe leisten als Landschaftspfleger zwar schon ganze Arbeit, so der Revierleiter, „doch die gezielte Entnahme von Gehölzen durch die Freiwilligen ist ergänzend notwendig, um diese wertvollen und selten gewordenen Lebensräume zu erhalten und somit die Biodiversität in unserer Landschaft zu schützen und zu fördern.“ Die insgesamt rund 1.400 Hektar große Fläche gehört zum Nationalen Naturerbe und ist 2010 vom Bund ans DBU Naturerbe übertragen worden. „Das DBU Naturerbe finanziert einen Teil der Betreuungs-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten für den Einsatz des Bergwaldprojektes, das uns einmal im Jahr hilft, diesen wertvollen Naturraum zu pflegen und zu schützen“, sagt Dr. Jörg Tillmann, Flächenbetreuer im DBU Naturerbe.

Bergwaldprojekt organisiert 170 Projektwochen im Jahr

Das Bergwaldprojekt wird in diesem Jahr mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland wieder bis zu 5.000 Menschen in die Natur bringen. 2026 finden 170 Projektwochen an 90 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt. „Indem sich die Freiwilligen aktiv für die Natur engagieren, entwickeln sie auch neue Beziehungen zu ihr. Die positiven Erfahrungen aus den Projektwochen bestärken die Freiwilligen darin, auch ihren eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. So beteiligen sie sich aktiv am dringend notwendigen Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft“, sagt Sophia Schröder, Projektleiterin beim Bergwaldprojekt. Insgesamt sieben Projektwochen finden in diesem Jahr auf DBU-Naturerbeflächen statt. Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmenden die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit zu einem naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.bergwaldprojekt.de.

Medien & Infos