HINWEIS AN DIE REDAKTIONEN: Bei Interesse sind Sie herzlich eingeladen, sich selbst einen Eindruck von den Arbeiten vor Ort zu machen. Bitte melden Sie sich beim Revierleiter oder bei uns (siehe Kontakt unten), um einen Termin zu vereinbaren.

Prora. 17 Freiwillige aus ganz Deutschland setzen sich auf der DBU-Naturerbefläche Prora auf Rügen für den Naturschutz ein. Vom 27. September bis zum 3. Oktober organisiert das Bergwaldprojekt eine Freiwilligenwoche in Kooperation mit der Flächeneigentümerin, dem DBU Naturerbe, einer gemeinnützigen Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Gemeinsam rupft, zupft und zieht die Gruppe junge Birken, Kiefern und anderen Aufwuchs aus den seltenen Feuersteinblockhalden, um das europaweit einmalige Geotop frei von Bewuchs zu halten.
Naturschutz zum Anpacken
Das Team kommt aus verschiedenen Berufs- und Altersgruppen auf der DBU-Naturerbefläche Prora zusammen. „Gemeinsam leisten alle harte Arbeit für den Naturschutz. Dieses Mal stehen unter anderem die Feuersteinfelder im Fokus“, erklärt Revierleiter Tim Meyer vom Bundesforstbetrieb Vorpommern-Strelitz. Die Teilnehmenden aus ganz Deutschland entfernen in Handarbeit den Bewuchs aus Sträuchern, Büschen und jungen Bäumen. So wird der nährstoff- und vegetationsarme Zustand, der Lebensraum zahlreicher geschützter Reptilien wie Kreuzotter sowie seltener Spinnen- und Laufkäferarten ist, erhalten. Darüber hinaus werden aber auch Standorte seltener Orchideen gemäht, Lebensraum für seltene Falterarten verbessert und andere naturschutzfachlich wertvolle Tätigkeiten umgesetzt. Die rund 1.900 Hektar große, ehemals militärisch genutzte Fläche gehört zum Nationalen Naturerbe und ist 2010 vom Bund ans DBU Naturerbe übertragen worden. Meyer: „Das DBU Naturerbe finanziert einen Teil der Betreuungs-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten für den Einsatz des Bergwaldprojektes, das uns einmal im Jahr hilft, diesen wertvollen Naturraum zu pflegen und zu schützen.“

Bergwaldprojekt organisiert 170 Projektwochen im Jahr
Das Bergwaldprojekt wird in diesem Jahr mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland wieder bis zu 5.000 Menschen in die Natur bringen. 2026 finden dazu 170 Projektwochen an 90 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt. „Indem sich die Freiwilligen aktiv für die Natur engagieren, entwickeln sie auch neue Beziehungen zu ihr. Die positiven Erfahrungen aus den Projektwochen bestärken die Freiwilligen darin, auch ihren eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. So beteiligen sie sich aktiv am dringend notwendigen Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft“, sagt Felix Martinmaas, Projektleiter beim Bergwaldprojekt. Insgesamt sieben Projektwochen finden in diesem Jahr auf DBU-Naturerbeflächen statt. Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmenden die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit zu einem naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.bergwaldprojekt.de.