Umweltschonend von der WĂŒste zur Antarktis

Startschuss fĂŒr Energie sparendes Konzept des Klimahauses Bremerhaven - Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert Projekt mit 79.000 Euro
OsnabrĂŒck / Bremerhaven. Wie ist das Wetter am Nordpol? Was gibt es Neues aus der Klimaforschung? Die interaktive Erlebnisausstellung Klimahaus Bremerhaven 8 Grad Ost will diese Fragen auf ĂŒber 11.000 Quadratmetern beantworten. Auf einer inszenierten Reise auf dem 8. LĂ€ngengrad rund um den Globus sollen die Besucher ab Sommer 2006 hautnah erleben, wie sich heiße WĂŒstenluft oder die beißende KĂ€lte der Antarktis anfĂŒhlen. Doch diese Erfahrung kostet Energie. "Der Bedarf dieser Ausstellung mit ihren verschiedenen Klimazonen ist erheblich", so Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, GeneralsekretĂ€r der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU, OsnabrĂŒck). "Deshalb soll fĂŒr das Klimahaus ein innovatives Versorgungskonzept entwickelt werden, um Energie zu sparen und damit den Ausstoß des klimaschĂ€digenden Kohlendioxids so gering wie möglich zu halten." Heute fiel in OsnabrĂŒck der offizielle Startschuss fĂŒr das Projekt, das die DBU mit rund 79.000 Euro unterstĂŒtzt.

Gesamtenergiekonzept fĂŒr GebĂ€ude und Ausstellung

An dem Energiekonzept und der Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Alfred-Wegener-Institut fĂŒr Polar- und Meeresforschung (Bremerhaven) und dem Max-Planck-Institut fĂŒr Meteorologie (Hamburg) entsteht, wird zeitgleich getĂŒftelt. GebĂ€ude und Ausstellung sollen aufeinander abgestimmt werden, um so viel Energie wie möglich zu sparen. "Üblicherweise werden GebĂ€ude und Ausstellungskonzeption nicht gemeinsam entwickelt, weshalb positive Synergieeffekte und Energieeinsparpo-tenziale unerschlossen bleiben", sagte Brickwedde.

Im Visier: Versorgung mit erneuerbaren Energien

Anders beim Klimahaus. Unter fachlicher Regie der Firma Transsolar Energietechnik (Stuttgart / MĂŒnchen) arbeiten hier alle Beteiligten Hand in Hand - vom Architekten ĂŒber die Ausstellungsmacher bis zum spĂ€teren Betreiber. Das gemeinsame Ziel: ein Gesamtenergiekonzept, das gegenĂŒber vergleichbaren Objekten eine deutliche Verringerung des Energieverbrauchs ermöglicht. "Um die Umwelt zusĂ€tzlich zu schonen, steuern wir so weit wie möglich eine Versorgung mit erneuerbaren Energien an", so Arne Dunker, einer der GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Firma Petri & Tiemann, von der die Idee des Klimahauses stammt und die es betreiben wird. Auch die Firma Bremer Energie-Konsens fördert das Energiekonzept des Klimahauses; sie steuert rund 88.000 Euro bei.

Das Klimahaus-Konzept: Vorbild in Europa

"Derzeit entstehen europaweit Erlebnisausstellungen, die Unterhaltung und Wissensvermittlung verbinden und einen hohen Energiebedarf haben", sagt Brickwedde. "Das Konzept des Klimahauses könnte zu einem wichtigen Vorbild fĂŒr clevere Energiesparstrategien werden, die sich doppelt lohnen: fĂŒr die Umwelt und die Betreiber, die weniger laufende Kosten haben."

Ansprechpartner: Firma Petri & Tiemann, GeschĂ€ftsfĂŒhrer Arne Dunker, Tel. 0421/16 845-12, dunker@p-t.de, www.p-t.de
Das "Klimahaus Bremerhaven 8 Grad Ost“ lĂ€dt ab Sommer 2006 zu einer inszenierten Reise auf dem 8. LĂ€ngengrad rund um den Globus ein. Besucher sollen hautnah erleben, wie sich unterschiedliche Klimazonen anfĂŒhlen. Die DBU unterstĂŒtzt die Entwicklung eines Gesamtenergiekonzepts des Klimahauses.
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Das Klimahaus in Bremerhaven soll alles rund um Wetter, Klima und die neuesten Erkenntnisse der Klimaforschung vermitteln. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Alfred-Wegener-Institut fĂŒr Polar- und Meeresforschung (Bremerhaven) und dem Max-Planck-Institut fĂŒr Meteorologie (Hamburg).
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Beim Klimahaus sollen GebÀude und Ausstellung in einem Gesamtenergiekonzept so aufeinander abgestimmt werden, dass so viel Energie wie möglich gespart werden kann.
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