SaurierfÀhrten und Schwarzkreidegruben: Versunkene Welten tauchen wieder auf

Neue Ausstellung im Museum am Schölerberg in OsnabrĂŒck lĂ€dt ab 2007 zu Reise durch die vergangenen 300 Millionen Jahre - DBU fördert
OsnabrĂŒck. SpĂ€testens in zwei Jahren soll im Museum am Schölerberg in OsnabrĂŒck unter dem Arbeitstitel "Versunkene Welten - Die Erdgeschichte im Naturpark TERRA.vita” eine neue Ausstellung prĂ€sentiert werden. "Wir wollen die wechselhafte und mitunter auch katastrophale Entwicklungsgeschichte und damit die Verletzlichkeit unserer Erde erkennbar machen," betonte heute Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, GeneralsekretĂ€r der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), bei der Übergabe eines Bewilligungsbescheids von 125.000 Euro an den Landrat des Landkreises OsnabrĂŒck, Manfred Hugo, als Vorsitzenden des Naturparks TERRA.vita.

Den Themen Boden und Erdgeschichte verschrieben

"Spannende Themen zu prĂ€sentieren, erfordert besonders viel KreativitĂ€t”, so begrĂŒndet Manfred Hugo, Landrat und Vorsitzender des Naturparkvereins, eine Kooperation, auf deren Basis eine neue Ausstellung verwirklicht werden soll. TERRA.vita und die Stadt OsnabrĂŒck als TrĂ€ger des Museums machen gemeinsame Sache und profitieren so voneinander: FĂŒr den Naturpark entsteht das seit jeher geforderte attraktive Informationszentrum, wĂ€hrend das Museum das seit lĂ€ngerer Zeit verwaiste "geologische Segment" mit Leben fĂŒllt. "In der jetzigen Situation drĂ€ngt es sich förmlich auf, mit dem Naturpark gemeinsame Sache zu machen”, meint OsnabrĂŒcks OberbĂŒrgermeister Hans-JĂŒrgen Fip. "Schließlich haben sich beide, das Museum und TERRA.vita, den Themen Boden und Erdgeschichte verschrieben”.

Zusammenarbeit ĂŒber institutionelle und kommunale Grenzen hinweg

Die Idee zu der Kooperation kam auf, als deutlich wurde, dass der Naturpark ein thematisch klar ausgerichtetes und zentrales Informationszentrum benötigt, in dem sich Besucher ĂŒber des gesamten OsnabrĂŒcker Land, seine Landschaftsgeschichte und die damit verknĂŒpften SehenswĂŒrdigkeiten informieren können. Gleichzeitig bestand seit langem von Seiten des Museums der Wunsch, im zurzeit weitgehend ungenutzten Teil des Museums wieder die Erdgeschichte zu thematisieren. Beide Seiten hĂ€tten ein Projekt dieser GrĂ¶ĂŸenordnung allein kaum schultern können. Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde lobt daher die Gemeinschaftsaktion: "Es ist erfreulich, dass hier ĂŒber institutionelle und kommunale Grenzen hinweg gearbeitet wird, denn die Menschen, die wir erreichen wollen, interessiert es nicht, ob sie sich auf Stadtgebiet oder im Landkreis befinden.”

Fenster in die Erdgeschichte

Diesem Prinzip folgend, soll auch die Ausstellung inszeniert werden. Mehrere Segmente, plastisch als SteinbrĂŒche gestaltet, bilden den Rahmen fĂŒr eine Reise durch die vergangenen 300 Millionen Jahre. Dabei werden keine Phantasieszenarien errichtet, sondern es wird Bezug auf ganz konkrete Punkte im Naturparkgebiet genommen: Die SaurierfĂ€hrten von Barkhausen, der Piesberg, der Silbersee, der Botanische Garten oder die Schwarzkreidegruben sind im GesprĂ€ch. Alle diese Punkte sind Fenster in die Erdgeschichte, da die Gesteine Spiegelbilder der vergangenen Epochen sind. Im Museum wird mit dieser Ausstellung ein neuer Akzent gesetzt, indem auf konkrete Ziele im OsnabrĂŒcker Land verwiesen und damit Appetit auf AusflĂŒge und eigene Erkundungen gemacht wird.

Ansprechpartner (AZ 23188): Wolfgang Marks, Telefon: 0541/5014032, Fax: 0541/5014424, E-Mail: info@naturpark-terravita.de
OberbĂŒrgermeister Hans-JĂŒrgen Fip, Landrat Manfred Hugo und DBU-GeneralsekretĂ€r Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde (v.l.) begutachten ein Modell der geplanten Ausstellung "Versunkene Welten - Erdgeschichte im Naturpark TERRA.vita", die in den kommenden Jahren im Museum am Schölerberg entstehen soll.
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