
Zschornoe. Hitze, Trockenheit und ein Funke – Momente der Unachtsamkeit können schnell Waldbrände auslösen. Um im Brandfall zeitnah und pragmatisch zu reagieren, benötigen Feuerwehren schnellen Zugang zu Wasser. Auf der rund 1.800 Hektar großen DBU-Naturerbefläche Zschornoer Wald südöstlich von Cottbus vereinfachen zwei Löschwasserentnahmestellen bereits das Vorgehen. Für eine effektive und schnelle Wasserförderung übergab das DBU Naturerbe, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), gestern (20.5.) einen leistungsstarken Stromerzeuger an die Freiwillige Feuerwehr Groß Kölzig. Das Stromaggregat treibt die Pumpen in den Tiefbrunnen an und fördert das Wasser. „Der Stromerzeuger unterstützt die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren als mobiles Kraftwerk direkt auf der Fläche. Damit leisten wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag zum abwehrenden Waldbrandschutz“, betont Christian Sürie, Leiter Betriebsmanagement im DBU Naturerbe.

Gesicherte Wasserversorgung im Brandfall
Das Aggregat kommt insbesondere bei der Stromversorgung der zwei Tiefbrunnen zum Einsatz. Rund 800 Liter Wasser kann die Pumpe pro Minute fördern. Dadurch kann im Ernstfall schnell viel Wasser gefördert werden – eine zentrale Voraussetzung, um Wald- und Vegetationsbrände effektiv zu bekämpfen. „Für unsere Arbeit im Ernstfall ist eine sichere Löschwasserversorgung entscheidend. Der neue Stromerzeuger hilft uns dabei enorm“, erklärt Uwe Wonneberger, Ortswehrführer bei der Freiwilligen Feuerwehr Groß Kölzig. In einem Fahrzeug ist das Gerät fest verbaut. Von dort werden Tanklöschfahrzeuge befüllt oder das Wasser direkt durch Schläuche zur Brandstelle gepumpt.

Schutzstreifen und Wege erleichtern Brandbekämpfung
Die DBU-Naturerbefläche Zschornoer Wald ist größtenteils von Wald bedeckt. Vor allem die Kiefernbestände sind in Trockenperioden besonders brandgefährdet. „Mit Mitteln des Landes Brandenburgs konnten zwei Tiefbrunnen gebohrt sowie rund 20 Hektar Waldbrandschutzstreifen um die offene Heidefläche optimiert werden. Diese vegetationsarmen Bereiche können eine Ausbreitung des Feuers verlangsamen“, erklärt Gert Noack, Revierleiter beim Bundesforstbetrieb Lausitz. Damit die Einsatzkräfte im Ernstfall den Brand auch mit großen Fahrzeugen erreichen können, ist die DBU-Naturerbefläche von einem großen Netz aus Waldbrandschutzwegen durchzogen.
Wir sind alle gefragt, Waldbrände zu verhindern

„Mit einer guten Löschwasserverfügbarkeit, dem Informationsaustausch über die Flächengegebenheiten und die Wegesituationen unterstützen wir die Freiwillige Feuerwehr und ermöglichen einen effektiven Einsatz im Krisenfall“, hofft Sürie und ergänzt: „Letztlich sind wir aber alle gefragt, wenn es darum geht, Waldbrände zu vermeiden.“ Die Hauptursache für Waldbrände ist laut Umweltbundesamt menschliches Handeln. Unachtsamer Umgang mit der Natur wie das im Wald ohnehin verbotene Entfachen von Lagerfeuern oder das Wegwerfen eines einzigen Zigarettenstummels können dramatische Folgen nach sich ziehen.