Landwirtschafts-Traditionsimmobilien in Sachen Energieeffizienz voranbringen

Handwerkskammer OsnabrĂŒck-Emsland will ökologische Sanierungen fördern – DBU gibt 105.000 Euro

OsnabrĂŒck. Eine bessere Energieeffizienz in landwirtschaftlichen WohngebĂ€uden im Landkreis OsnabrĂŒck ist das Ziel eines neuen Projekts der Handwerkskammer (HWK) OsnabrĂŒck-Emsland. Mit der Fachhochschule MĂŒnster, dem Landkreis OsnabrĂŒck, dem LandFrauenverband Weser-Ems und der Landwirtschaftskammer Niedersachsen soll die energetische Sanierung landwirtschaftlicher Traditionsimmobilien durch eine Qualifizierung- und Beratungsoffensive flĂ€chendeckend vorangebracht werden. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) fördert das Projekt mit rund 105.000 Euro. DBU-GeneralsekretĂ€r Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde: „Die Gehöfte liegen oft abseits, meist nicht an das Gasnetz angeschlossen. Deshalb mĂŒssen Maßnahmen zur Energieeffizenz und eine wirkungsvolle Energieversorgung mit nachwachsenden Rohstoffen oder aus erneuerbaren Energien angestrebt werden.“

Umfangreiches Qualifizierungs-, Beratungs- und Kommunikationskonzept

Grundlage solle eine Charakterisierung der landwirtschaftlichen WohngebĂ€ude durch die Fachhochschule MĂŒnster sein, weil vergleichbare Referenz-Berechnungen fehlten, betonte der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer der HWK OsnabrĂŒck-Emsland, Dr. Heinz-Gert Schlenkermann. Zum Projekt werde ein umfangreiches Qualifizierungs-, Beratungs- und Kommunikationskonzept entwickelt, so Schlenkermann weiter. Gemeinsame Veranstaltungen und Weiterbildungen fĂŒr zentrale Zielgruppen wie Handwerksunternehmen, Planer und Architekten sowie die LandFrauen bzw. Immobilienbesitzer und weitere Multiplikatoren seien vorgesehen. Ihnen solle ein gewerkeĂŒbergreifendes und -spezifisches Weiterbildungskonzept angeboten werden, damit die Experten, die die Maßnahmen ausfĂŒhren, die Immobilienbesitzer kompetent beraten könnten. Geplant seien Exkursionen zu energetisch sanierten Objekten wie z.B. dem Zoo OsnabrĂŒck oder der Freien Waldorfschule in Evinghausen. Anhand von Sanierungsbeispielen sollten computergestĂŒtzt Materialien erarbeitet und eingesetzt werden.

Handlungsempfehlungen in der Energie- und Klimaschutzpolitik bis 2050 vorschlagen

Eingebunden wĂŒrden auch andere laufende Projekte der beteiligten Partner. Hier erwĂ€hnte Schlenkermann die LandFrauen und ihre Kampagne „Unser Dorf 2020", die bei der Dorferneuerung auch zum verringerten Kohlendioxidausstoß und dem verstĂ€rkten Einsatz erneuerbarer Energien beitragen solle. Auch das „Integrierte Klimaschutzkonzept“ des Landkreises wolle Potenziale von erneuerbaren Energien und Effizienztechnologien aufzeigen, damit Handlungsempfehlungen in der Energie- und Klimaschutzpolitik bis 2050 vorgeschlagen werden könnten.

Projektstart 1. Oktober bei Laufzeit von drei Jahren

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf knapp 210.000 Euro, wovon die DBU rund die HÀlfte trÀgt. Das Projekt beginnt am 1. Oktober und soll am 30. September 2014 enden.

Ansprechpartner fĂŒr Fragen zum Projekt (AZ 28934): Jörg Alexander, Tel.: 0541/6929-930; Fax: 0541/40913-51

 

 

Packen gemeinsam an bei der energetischen Sanierung landwirtschaftlicher Traditionsimmobilien (v.l.): Jörg Schomborg (Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Bezirksstelle OsnabrĂŒck), Peter Voss (PrĂ€sident HWK), Monika Feil (LandFrauenverband Weser-Ems, Region OsnabrĂŒck), Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde (GeneralsekretĂ€r DBU), Dr. Heinz-Gert Schlenkermann (HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer HWK), Judith Rensing (Fachhochschule MĂŒnster) und Hartmut Escher (Landkreis OsnabrĂŒck).
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