Feuer und Flamme fĂŒr die Eiszeit: Salzgitter geht vor in die Vergangenheit

Eiszeitgarten im Museum Schloss Salder wird Wirklichkeit - Deutsche Bundesstiftung Umwelt fördert mit 85.000 Euro
Salzgitter. Das StĂ€dtische Museum Schloss Salder in Salzgitter ist seinem geplanten Eiszeitgarten einen großen Schritt nĂ€her gekommen. OberbĂŒrgermeister Helmut Knebel und Thomas Pyhel, Referatsleiter in der Abteilung Umweltkommunikation der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), gaben heute den Startschuss fĂŒr das Projekt, das die DBU mit 85.000 Euro fördert. Die Gesamtkosten werden 234.700 Euro betragen. FĂŒr die DBU ist es die siebte Massnahme, die sie in Salzgitter unterstĂŒtzt. Das Gesamtvolumen belĂ€uft sich bislang auf 8,3 Millionen Euro. Dabei waren die 7,5 Millionen Euro fĂŒr die Weiterentwicklung des Fachhochschulstandorts Calbecht das grĂ¶ĂŸte Einzelprojekt in der 13jĂ€hrigen Geschichte der DBU.

Schloss Salder um eine große Attraktion reicher

Knebel zeigte sich ĂŒberzeugt, dass Schloss Salder um eine große Attraktion reicher werde. Das Projekt ergĂ€nze nicht nur das Angebot des StĂ€dtischen Museums, sondern habe auch positive Wirkungen auf die Wissenschaft in der Region. Mit den Forschungsergebnissen aus dem eiszeitlichen JĂ€gerlager im Wohngebiet KrĂ€henriede in Salzgitter-Lebenstedt aus den Jahren 1952 und 1977 ließen sich die klimatischen VerhĂ€ltnisse sowie Fauna und Flora in der Stadt vor 50.000 Jahren rekonstruieren. "Dann wissen wir genau, in welcher Umwelt unser erster Niedersachse hier gelebt hat," freut sich der OberbĂŒrgermeister.

Bedeutung von Natur und Klima fĂŒr die Entwicklung des Menschen

Nach den Worten Pyhels verspricht sich die DBU mit dem Eiszeitgarten einen Lern- und Erlebnisort von rund 2.000 Quadratmetern, der die Bedeutung von Natur und Klima fĂŒr die Entwicklung des Menschen im eiszeitlichen Milieu darstellt. Auf der Basis von Erkenntnissen im Fundplatz JĂ€gerlager lasse sich aufzeigen, welche Auswirkungen die geologische Vergangenheit auf das kulturhistorische Erbe habe und wie der Mensch die vorgefundene Umwelt bis in die Gegenwart verĂ€ndere.

Hinweis an die Redaktionen: Weitere Details zum Projekt unter www.salzgitter.de.
Freuen sich bei sonnigen Temperaturen ĂŒber den neuen Eiszeitgarten (v.l.): Salzgitters OberbĂŒrgermeister Helmut Knebel, DBU-Referatsleiter Thomas Pyhel, Christine Kellner-Depner, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Museum Schloss Salder, Rainer Dworok, Stadtrat fĂŒr Kultur und Soziales, und Museumsleiter Dr. Broder-Heinrich Christiansen.
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