Deutschland zu Gast in Japan: Nachhaltiges Bauen „made in Germany“ als Erfolgsmodell

"World Sustainable Building Conference" vom 25. bis 27. September in Tokyo - DBU-Projekte mit von der Partie
Berlin / Tokyo. Deutschland will im japanischen Tokyo zeigen, dass es etwas vom nachhaltigen Bauen versteht - und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und ihre Projekte stellen einen zentralen Beitrag der deutschen PrĂ€sentation! Wenn vom 25. bis 27. September im Reich der aufgehenden Sonne rund 1.500 Teilnehmer aus 70 LĂ€ndern bei der "World Sustainable Building Conference" ĂŒber ressourcenschonendes Bauen, Energieeffizienz und andere Themenschwerpunkte diskutieren, dann werden sechs der 14 "Leuchtturmprojekte" das QualitĂ€tssiegel "DBU-gefördert" tragen. "Deutschland genießt ein international hohes Ansehen in diesem Themenfeld, das durch die Teilnahme an dieser Konferenz gefestigt werden kann," betonte DBU-GeneralsekretĂ€r Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde heute in OsnabrĂŒck.

"Haus am Strom": Umwelttechnik auf neustem Stand

AusgewĂ€hlt wurde von Dr. GĂŒnter Löhnert von der sol°id °ar planungswerkstatt in Berlin zu PrĂ€sentationszwecken etwa der Bau des Umweltbildungszentrums "Haus am Strom" in Passau. Es ist nach dem neuesten Stand der Umwelttechnik konstruiert. Verwendet wurden ausschließlich umweltvertrĂ€gliche Baumaterialien. Das AusstellungsgebĂ€ude ist in Brettschalenkonstruktion aus Schwachholz gebaut, das beim Durchforsten von WĂ€ldern anfĂ€llt - in dieser Art ein Novum in Deutschland.

Aufzug lÀuft durch Donau-Wasser

Das Haus nutzt die AbwĂ€rme des naheliegenden Wasserkraftwerkes Jochenstein und kann so auf eine eigene Heizung verzichten. Ein Aufzug lĂ€uft ausschließlich durch die AuftriebskrĂ€fte des Donau-Wassers. Das "Haus am Strom" ist ein Umweltbildungszentrum, das Ökologie, Ökonomie und SozialvertrĂ€glichkeit verbindet.

Demonstrationszentrum fĂŒr energiesparendes und ökologisches Bauen in MĂŒnster als Beispiel

Auch das in Deutschland einmalige Demonstrationszentrum fĂŒr energiesparendes und ökologisches Bauen der Handwerkskammer MĂŒnster (Paul Schnitker-Haus) wurde von der DBU gefördert und steht jetzt in Japan im Blickpunkt. Es verzahnt Umweltschutz und Handwerk stĂ€rker als bisher und will so der Bauwirtschaft neue ökologische Impulse geben. Das Demonstrationszentrum will Handwerker in der Meisterschule und in LehrgĂ€ngen auf innovative und umweltentlastende Bautechniken und -materialien aufmerksam machen und weiterqualifizieren.

Überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen gebaut

Dabei ist das GebĂ€ude selbst Vorbild: Es besteht aus zwei HĂ€usern, die unterschiedliche Energiestandards erfĂŒllen und ĂŒberwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen gebaut sind. In das neue Objekt ist auch das "Kompetenzzentrum Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen" eingezogen, das seit 2001 bei der Handwerkskammer angesiedelt ist.

DBU-Konferenz- und Ausstellungszentrums als Niedrig-Energie-GebÀude

Mit dem Neubau eines Konferenz- und Ausstellungszentrums als Niedrig-Energie-GebĂ€ude neben ihrer Verwaltungszentrale betrat die DBU selbst architektonisch Neuland - und zeigt auch diese Innovation jetzt in Japan. Hervorstechend an der Holzskelettkonstruktion ist ein lichtdurchlĂ€ssiges Membrandach. Es kombiniert die passive Solarenergienutzung - WĂ€rmeenergie im Winter und Tageslicht durch Zenitlicht - mit hohen Komfortanforderungen an Raumklima, Tageslichtversorgung und Raumakustik nach den speziellen BedĂŒrfnissen der darunter liegenden RĂ€ume und ihrer Nutzer. Über den Konferenz- und AusstellungsrĂ€umen ist der Gesamtaufbau durchsichtig und erlaubt die Nutzung hochwertiger computergesteuerter Tageslichttechnik durch drehbare Lamellen, die sich nach dem aktuellen Sonnenstand richten.

Fußbodenheizung im Sommer als umweltschonende KĂŒhlung

Die Fußbodenheizung ĂŒbernimmt im Sommer die Funktion einer umweltschonenden KĂŒhlung. Durch die Rohre fließt durch Grundwasser gekĂŒhltes Wasser und sorgt damit fĂŒr angenehme Temperaturen in den BĂŒros im Sommer. Daneben wird mithilfe von Grundwasser bei Bedarf auch die Außenluft ĂŒber eine mechanische LĂŒftung gekĂŒhlt. Ein Blockheizkraftwerk versorgt das Ausstellung- und das benachbarte DBU-VerwaltungsgebĂ€ude mit WĂ€rme. Auf dem Dach des Neubaus ist eine Photovoltaikanlage installiert.

Ansprechpartner fĂŒr Fragen zum Projekt (AZ 23799): Dr. GĂŒnter Löhnert, sol°.id°.ar planungswerkstatt Berlin, Telefon: 030/82704190, Fax: 030/82704192, E-Mail mail@solidar-planungswerkstatt.de.
Mit dem Neubau eines Konferenz- und Ausstellungszentrums als Niedrig-Energie-GebĂ€ude (l.) neben ihrer Verwaltungszentrale (r.) betrat die DBU selbst architektonisch Neuland – und zeigt auch diese Innovation jetzt in Japan.
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