Bundespräsident Rau überreicht Sonntag Umweltpreis der DBU in Osnabrück

Umweltpreisverleihung erstmals in Osnabrück zu Gast - Mit 1.700 Zusagen neuen Gästerekord aufgestellt - 3sat überträgt den Festakt live ab 11 Uhr
Osnabrück. Zu Gast in der eigenen "Heimat": Der Deutsche Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) wird am Sonntag von Bundespräsident Johannes Rau in der Stadthalle Osnabrück an den Unternehmer Hermann Josef Schulte und den Wissenschaftler Prof. Dr. Klaus Mattheck verliehen. Die Preisverleihung in Osnabrück stößt auf Rekordinteresse: 1.700 der geladenen Gäste, darunter Umweltminister Jürgen Trittin, der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff und Preisträger der vergangenen Jahre, unter ihnen Prof. Dr. Klaus Töpfer, haben bereits zugesagt. Mattheck, Leiter der Abteilung Biomechanik am Forschungszentrum Karlsruhe, und Schulte, Gründer und Geschäftsführer der HJS Fahrzeugtechnik GmbH & Co KG, erhalten den mit 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas für ihre erbrachten Pionierleistungen. Mattheck hat als national wie international anerkannter Materialforscher wichtige Prinzipien des Baummechanik entschlüsselt und für die Entwicklung technischer Produkte nutzbar gemacht. Schulte wird für Erforschung und Entwicklung umweltfreundlicher Abgastechnologien im Fahrzeugbau ausgezeichnet, speziell für die Entwicklung eines neuen Partikelfilters für Dieselmotoren.

Bunt umrahmte Veranstaltung mit Osnabrücker Künstlern

Die Laudatio auf beide Preisträger hält Dr. Christoph Zschocke, Vorsitzender der Umweltkommission des Bundesverbandes Junger Unternehmer und Geschäftsführer der Ökotec Management GmbH, Berlin. Künstlerisch umrahmt wird die Preisverleihung unter anderem von "The art act and tap dancer junior", den frischgebackenen deutschen Meistern im Stepptanz aus Georgsmarienhütte bei Osnabrück, dem Jugendchor Osnabrück und der Soul-Sängerin Angela Brownebenfalls Osnabrück. Durch die Veranstaltung führt Stefan Schulze Hausmann, ZDF/3sat Moderator.

Künstlerische Beleuchtung lässt ZUK erstrahlen

Bis zur Umweltpreisverleihung - der ersten in Niedersachsen und Osnabrück - wird das Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) illuminiert. Die Büroräume im ZUK sind jeweils mit einer blau strahlenden Leuchtstoffröhre versehen, die Holzsäulen werden durch rote Strahler angeleuchtet. Die Verleihung des Deutschen Umweltpreises werde zum Anlass genommen, mit dieser Beleuchtungsaktion auf "einleuchtende Weise" auf die DBU und das Zentrum für Umweltkommunikation hinzuweisen - so Franz-Georg Elpers, DBU-Pressesprecher. Die verwendeten Strahler seien natürlich mit Energiesparlampen ausgerüstet, für die Beleuchtung der Säulen pro Strahler sei lediglich eine 150 Watt-Spezialbirne erforderlich. Die Leuchtstoffröhren in den Büros sind normale eingefärbte Leuchtstoffröhren.

Umweltpreis-Hintergrund

Mit der Vergabe des Deutschen Umweltpreises will die DBU, die seit Aufnahme ihrer Fördertätigkeit am 1. März 1991 in über 5.500 innovative Umweltschutzprojekte über eine Milliarde Euro investiert hat, "Einsatz und Leistungen auszeichnen, die entscheidend und in vorbildlicher Weise zum Schutz und zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit der Umwelt beigetragen haben oder in Zukunft zu einer deutlichen Umweltentlastung beitragen werden". Die Auszeichnung soll Personen, Unternehmen und Organisationen "anstiften", Umweltprobleme rechtzeitig zu erkennen und mit Hilfe geeigneter Strategien bereits im Vorfeld zu entschärfen.
Bis zur Umweltpreisverleihung - der ersten in Niedersachsen und Osnabrück - wird das Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) illuminiert.
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