Ausgezeichnet: Preis fĂŒr umweltschonende Wiederverwertung von Gummi

Deutsche Gumtec AG macht aus GummiabfÀllen neues Gummi - Verleihung des Materialeffizienz-Preises heute in Berlin - DBU förderte
OsnabrĂŒck. Aus Alt mach Neu: nach diesem Prinzip funktioniert die innovative Idee der Deutschen Gumtec AG aus Halle an der Saale, fĂŒr die die Firma heute den mit 10.000 Euro dotierten Deutschen Materialeffizienz-Preis in der Kategorie Chemie erhĂ€lt. Der in diesem Jahr erstmals vergebene Preis des Bundesministeriums fĂŒr Wirtschaft wĂŒrdigt herausragende Beispiele fĂŒr die rentable Nutzung von Material. Der Gumtec AG ist es gelungen, aus ProduktionsabfĂ€llen der Gummiindustrie hochwertiges Gummipulver herzustellen, das die Basis fĂŒr neue Gummiprodukte ist. "Bislang landen die jĂ€hrlich etwa 400.000 Tonnen GummiabfĂ€lle auf der MĂŒlldeponie", so Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde, GeneralsekretĂ€r der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die die Innovation mit ĂŒber 99.000 Euro unterstĂŒtzt hat. "Dank des neuen Verfahrens wird die Umwelt entlastet und die Ressource Kautschuk geschont."

GlĂŒckwunsch an die PreistrĂ€ger

Brickwedde gratulierte den zehn Mitarbeitern der Deutschen Gumtec AG: "Die Auszeichnung mit dem Deutschen Materialeffizienz-Preis belegt, wie einfallsreich der Mittelstand ist." Mit Hilfe des patentierten Gumtec-Verfahrens lĂ€sst sich aus AbfĂ€llen der Gummiindustrie so genanntes Gummipulver aufbereiten, das chemisch und physikalisch aktiv ist. Das heißt: das Gummipulver ist qualitativ so gut, dass es als Ausgangsstoff fĂŒr neue Gummiprodukte dienen kann.

"Ausgezeichnetes Beispiel fĂŒr nachhaltige Kreislaufwirtschaft"

"Das Gumtec-Verfahren ist ein ausgezeichnetes Beispiel fĂŒr nachhaltige Kreislaufwirtschaft", sagte Brickwedde. "Auch aus KostengrĂŒnden wird es sich fĂŒr die Betriebe lohnen. Wenn es in der Breite angewendet wird, kann es dazu beitragen, dass sich die Menge der GummiabfĂ€lle, die kostenpflichtig auf Deponien oder in MĂŒllverbrennungsanlagen entsorgt werden muss, deutlich verringert." Daran, dass das wiederverwendete Gummipulver gĂŒnstiger als die Kautschuk-Variante werde, arbeite die Gumtec AG derzeit.

Ansprechpartner fĂŒr weitere Informationen: Dr. Klaus Thiele, Direktor fĂŒr Forschung, Technik und Produktion, Gumtec AG, Tel.: 0345/ 23 23-551, www.gum-tec.de, www.materialeffizienz.de

Hinweis an die Redaktionen: Die Preisverleihung findet am heutigen Dienstag, 14. Dezember 2004, ab 16.00 Uhr im Bundesministerium fĂŒr Wirtschaft und Arbeit in Berlin statt.
So oder Àhnlich sieht der Abfall aus, der in der Gummiindustrie anfÀllt...
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... und so sieht das Pulver aus, das als Basis fĂŒr neue Gummiprodukte dient.
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Das Besondere des Gummipulvers ist seine zerklĂŒftete OberflĂ€che, die es chemisch und physikalisch aktiv und so qualitativ hochwertig macht.
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