DBU-Naturerbefläche Weißes Venn-Geisheide

Seit 2016 ist die DBU Naturerbe GmbH Eigent√ľmerin der Fl√§che Wei√ües Venn-Geisheide. Die DBU-Naturerbefl√§che ist 330 Hektar gro√ü und √ľberwiegend durch Kiefernforste, Birken-Pionierw√§lder sowie Eichenbest√§nde charakterisiert.

Gebietsbeschreibung und Entwicklungsziele

Die DBU-Naturerbefl√§che ist von Kiefernforsten, Birken-Pionierw√§ldern und Roteichenbest√§nden gepr√§gt. Darin eingebettet liegen gro√üe Heidefl√§chen mit Sandmagerrasen, die auf den ehemaligen Schie√übahnen entstanden und erhalten worden sind. Kleine Feuchtheiden und Moorreste mit Kiefernpionierw√§ldern bilden die n√∂rdlichen Ausl√§ufer des Wei√üen Venn. Feuchtes und mageres Gr√ľnland, aber auch Intensivgr√ľnland, erg√§nzen die Vielfalt der vorkommenden Offenlandlebensr√§ume. Um Heide und Gr√ľnland zu erhalten und zu optimieren, m√ľssen sie durch gezieltes Management gepflegt werden, zum Beispiel durch Mahd oder weidende Schafe, Rinder oder Pferde. Moor, Feuchtheide und Nassgr√ľnland sollen durch Wiedervern√§ssungsma√ünahmen verbessert werden. Die Nadelwald- und Roteichenbest√§nde sollen sich durch Umbau und nat√ľrliche Entwicklung zu strukturreichen Mischw√§ldern mit halboffenen √úbergangsbereichen zu den Heiden entwickeln.

Das Gebiet ist munitionsbelastet und öffentlich nicht zugänglich!

Historisches

Wei√ües Venn und Geisheide sind Relikte einer typischen m√ľnsterl√§ndischen Moor- und Heidelandschaft, die urspr√ľnglich deutlich ausgedehnter war. Die Heide wurde beweidet oder zur Gewinnung von Stalleinstreu gem√§ht. Im Wei√üen Venn – einem ehemaligen Hochmoor – wurde Torfabbau betrieben, der erst in den 1960er Jahren aufgegeben wurde.
Nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs beanspruchten die britischen Alliierten das Wei√üe Venn und die Geisheide f√ľr milit√§rische √úbungszwecke. Als Teil des Truppen√ľbungsplatzes Haltern diente das Gebiet bis Mai 2015 in erster Linie als Scharfschie√üplatz f√ľr Infanterie.