DBU-NaturerbeflĂ€che LĂŒnten

Seit 2016 ist die DBU Naturerbe GmbH EigentĂŒmerin der FlĂ€che LĂŒnten. Die DBU-NaturerbeflĂ€che ist 132 Hektar groß und liegt in der Gemeinde Vreden an der niederlĂ€ndischen Grenze als geschlossenes Waldgebiet in einer fĂŒr das westliche MĂŒnsterland typischen strukturreichen Kulturlandschaft.

Gebietsbeschreibung und Entwicklungsziele

Strukturreiche WĂ€lder prĂ€gen das Gebiet. Heidelbeeren und Waldgeißblatt gehören zum typischen Pflanzeninventar. Die FlĂ€che ist komplett eingezĂ€unt. Im Eingangsbereich liegen die GebĂ€ude der ehemaligen Verwaltung. Verstreut im Gebiet befinden sich zahlreiche Bunker, die zur Einlagerung von Munition genutzt wurden, sowie Werkstatthallen, in denen ehemals militĂ€risches GerĂ€t gewartet wurde. Mitten im Gebiet fließt der kleine LĂŒntener Bach, dessen Bachbett auf langer Strecke naturnah ausgeprĂ€gt ist. Gezielter Waldumbau und eine natĂŒrliche Entwicklung sollen langfristig zu einem naturnahen Wald fĂŒhren.

Das Gebiet ist aus SicherheitsgrĂŒnden öffentlich noch nicht zugĂ€nglich.

Historisches

Das Gebiet war einst Teil einer Naturlandschaft geprĂ€gt von Mooren, SĂŒmpfen, Heiden und WĂ€ldern. Im Laufe der Zeit entstand durch die ackerbauliche und forstliche Nutzung des Menschen eine Kulturlandschaft. Als das Gebiet Anfang des 20. Jahrhunderts durch den damaligen Provinzialverband fĂŒr die Provinz Westfalen (heute Landschaftsverband Westfalen Lippe) angekauft wurde, gab es hier eine offene, privat genutzte Heidelandschaft mit Mooren. Der heutige Wald entstand seinerzeit nach aufwendigen EntwĂ€sserungsmaßnahmen und durch das Pflanzen junger BĂ€ume. Anfang der 1960er Jahre ging das Gebiet in das Eigentum der Bundesrepublik Deutschland ĂŒber und diente bis zur Schließung Ende 2009 als Munitionsdepot der Bundeswehr.