Das Projekt untersucht urbane Lärmbelastung im Zusammenhang mit urbaner Gesundheit und stellt die Unterscheidung zwischen objektiv gemessenem Lärm und subjektiv wahrgenommenem Lärm in den Mittelpunkt. Während strategische Lärmkarten langfristige Lärmbelastungen abbilden, erfassen sie nur eingeschränkt, wie Bewohnerinnen und Bewohner akustische Umgebungen tatsächlich erleben. Auf Grundlage einer Literaturrecherche zu Lärmforschung, Soundscape, Psychoakustik und Urban Health wurde ein konzeptioneller Rahmen zur Analyse wahrgenommenen Lärms entwickelt. Ergänzend entstand ein Katalog möglicher Lärmminderungsmaßnahmen für Stadt- und Raumplanung. Im weiteren Verlauf soll das entwickelte Bewertungsinstrument im Rahmen einer Fallstudie in Warschau empirisch getestet werden. Ziel ist es, objektive und wahrnehmungsbezogene Lärmdaten zusammenzuführen und daraus Ansätze für gesundheitsorientierte Lärmminderungsstrategien abzuleiten.