Temperaturtoleranz ist eine wichtige Fähigkeit für Organismen, mit dem Klimawandel zurechtzukommen. Europäische hügelbauende Formica-Waldameisen eignen sich gut, um die Fähigkeit zur Temperaturtoleranz und die Auswirkungen von Hybridisierung zu untersuchen (Martin-Roy et al., 2021). Mein Projekt untersucht, ob zwei verwandte Waldameisenarten, F. aquilonia und F. polyctena, die in unterschiedlichen Höhenlagen der Bayerischen Alpen leben, Unterschiede in ihrer Temperaturtoleranz entwickelt haben und wie diese durch Hybridisierung beeinflusst werden könnte. Insgesamt wurden 199 Ameisennester kartiert und beprobt. 89 Proben wurden für die Sequenzierung ausgewählt. Die Auswertung der Sequenzdaten (WGS) läuft derzeit noch, jedoch zeigen vorläufige Ergebnisse, dass es weder im Heat Knockdown Test (HKT) noch im Chill Coma Recovery Test (CCRT) signifikante Unterschiede zwischen den beiden Elternarten und ihren Hybriden gibt. Da Hybridisierung genetische Variation erzeugen kann, hilft das Verständnis des Genaustauschs zwischen Arten, die an unterschiedliche thermische Lebensräume angepasst sind, zu verstehen, wie Populationen auf eine sich verändernde Welt reagieren können. Die Forschungsmethoden umfassen intensive Feldarbeit in den Alpen, DNA-Identifikation mittels PCR sowie Experimente zur Temperaturtoleranz.