11.03.2019 | Eisblockwette zeigt, was Gebäudesanierung leistet

Internationale Klimaschutzziele nur mit umfassenden Energieeinsparungen erreichbar

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Gaben heute Abend den Startschuss für die Eisblockwette: Birgit Rademacher (Masterplanmanagerin Osnabrück), Peter Beckmann (Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim), DBU-Generalsekretär Alexander Bonde und Markus Große Ophoff, Fachlicher Leiter des Zentrums für Umweltkommunikation der DBU.
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Osnabrück. Zwei kleine Holzhäuser, gefüllt mit je rund 200 Kilogramm Eis, stehen neuerdings auf dem Gelände der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) – das eine gedämmt, das andere ungedämmt. „Wie schnell schmilzt das Eis jeweils?“, fragte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde und startete damit die drei Wochen andauernde Eisblockwette. Wie wirksam eine Gebäudesanierung des Eigenheims ist, will das DBU-Projekt „Modernisierungsbündnisse“ auf diese Weise sichtbar machen. Bis zur Energiemesse am 31. März kann mitgewettet werden, entweder über eine Wettkarte vor Ort oder online unter https://www.dbu.de/eisblockwette. Der Hauptpreis ist ein nachhaltig hergestelltes Bambusfahrrad, gesponsert von "die 2radprofis" (Osnabrück). Als zweiter und dritter Preis stehen eine professionelle Energieberatung sowie eine Funksteuerung für die Heizung (Starter Set) in Aussicht.

Hohe Energieverluste: Fachgerechte energetische Sanierung schafft Abhilfe

„Wir wollen mithilfe der Eisblockwette spielerisch demonstrieren, welche Energieeinsparpotenziale in Wohnhäusern stecken“, erklärt Bonde. „Der hohe Energieverlust kann mit entsprechenden Sanierungsmaßnahmen wirkungsvoll gesenkt werden. Dies spart nicht nur Energie, sondern auch jede Menge Geld.“ In privaten Haushalten würden knapp 70 Prozent des Endenergieverbrauchs auf die Beheizung des Wohnraums entfallen. Da viele Gebäude nach wie vor auf der Basis fossiler Energieträger beheizt werden, werden hierbei erhebliche Mengen Kohlenstoffdioxid ausgestoßen. Ein großer Teil davon könne mithilfe der energetischen Gebäudesanierung eingespart werden. Der größte Anteil an Wärmeverlusten erfolge über große Flächen wie Dächer oder Außenfassaden, so Bonde. Dass hier eine fachgerechte Dämmung Abhilfe schaffen könne, zeige die Eisblockwette.

„Modernisierungsbündnisse“ will Gebäudebestand zukunftsfähig machen

Nur mithilfe umfassender Maßnahmen in Gebäuden könne die auf der Klimaschutzkonferenz in Paris international beschlossene Begrenzung des Temperaturanstiegs unter zwei Grad Celsius erreicht werden. Hier setze das Projekt „Modernisierungsbündnisse“ der DBU an. In 23 Kommunen, Städten und Landkreisen in ganz Deutschland unterstützt es derzeit Modernisierungsakteure in lokalen Netzwerken bei der Abstimmung und öffentlichen Sichtbarmachung ihrer Aktivitäten. Das Projekt trage so zum Ziel der Bundesregierung bei, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen.

Eisblockwette endet am letzten Tag der Energiemesse

Beendet wird die Eisblockwette am letzten Tag der Energiemesse, die am 30. und 31. März auf dem DBU-Gelände stattfindet. Rund 50 Aussteller sowie Fachvorträge informieren bei der Messe über Neuheiten und Lösungsansätze um die Themen Energieerzeugung und -effizienz. Auch das Projekt „Modernisierungsbündnisse“ wird mit einem Stand sowie einem Vortrag vor Ort vertreten sein und über die Möglichkeiten zukunftsfähiger Gebäudesanierung informieren.

Fachlicher Ansprechpartner bei Fragen zum Projekt: (AZ 34000): Andreas Skrypietz, Tel. 0541|9633-925