20.04.2010 | Europa-Dachverband der Tagungszentren zeichnet ZUK der DBU mit Preis aus

EVVC-Award für Corporate Social Responsibility/Ökologie - Konzept „erstmalig für Deutschland“

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"Sonderpreis der Jury" des EVVC Award für "Corporate Social Responsibility/ Ökologie": Dr. Markus Große Ophoff (Mitte), Fachlicher Leiter des ZUK, freute sich, die Urkunde aus den Händen von Jury-Sprecher Professor Dr. Gerd Schwandner (rechts) und EVVC-Präsident Joachim König (links) entgegen zu nehmen.
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Düsseldorf. Auszeichnung für das Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück durch den Europäischen Verband der Veranstaltungs-Centren (EVVC): Das Tagungszentrum erhielt anlässlich der EVVC-Jahreshauptversammlung in Düsseldorf gestern Abend den Sonderpreis des „EVVC-Award“ für Corporate Social Responsibility/Ökologie. Jury-Sprecher Professor Dr. Gerd Schwandner lobte das ZUK der DBU als „Referenzobjekt für ein ökologisches Gesamtkonzept mit hervorragender Ökobilanz und Nachhaltigkeit bei einer außerordentlich günstigen Kosten-Nutzen-Relation“. Der EVVC weiter: „Alle Veranstaltungen im ZUK sind ‚green Meetings’. In dem Konzept ist erstmalig für Deutschland ein ökologisches Gesamtkonzept mit höchsten inhaltlichen Ansprüchen für alle Veranstaltungen in einem Tagungszentrum realisiert worden.“ DBU-Pressesprecher Franz-Georg Elpers. „Die Auszeichnung spornt uns an, unseren ‚grünen Weg’ bei Tagungen, Seminaren und Kongressen weiterzugehen“.

ZUK setzt auf Konzept nachhaltiger Veranstaltungen

Grün ist „in“, auch für Veranstalter von Messen und Tagungen spielen Umwelt- und Klimabewusstsein eine immer wichtigere Rolle. Das ZUK – eine 1999 von der DBU gegründete gemeinnützige Tochter – setzt für alle Veranstaltungen konsequent und deutschlandweit erstmalig auf das Konzept nachhaltiger Veranstaltungen (“green Meetings“) – vom geringen Materialverbrauch bis zur ökologischen Küche. „Mit der ‚grünen Offensive’ und dem ZUK gehen wir auf die Bedürfnisse unserer Kunden, Besucher und das Wohl der Umwelt ein“, weiß Elpers. Mit Erfolg: Selbst im Krisenjahr 2009 hätten rund 19.000 Besucher das Konferenz- und Ausstellungszentrum besucht.

Energieverbrauch liegt 75 Prozent unter dem Neubaustandard

Veranstaltungsgebäude gelten gemeinhin als Energiefresser und Klimaschädlinge. Nicht so das ZUK der DBU. Das Gebäude demonstriere, so der DBU-Pressesprecher, wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Architektur übersetzt aussehen können: recycelbare Baumaterialien, ein Membrandach und große Glasfronten lassen viel Tageslicht herein. Und Grundwasser wird zum Kühlen des Gebäudes genutzt. „Der Energieverbrauch liegt 75 Prozent unter dem Neubaustandard und bei weniger als zwölf Prozent des Durchschnitts deutscher Gebäude“, sagt Elpers. Die Veranstaltungs- und Ausstellungsräume bieten Platz für umweltbezogene Tagungen und Kongresse mit bis zu 199 Personen.

Recyclingprodukte und Einsparen von Ressourcen

„Unsere alltägliche Arbeit und alle Tagungen für unsere Kunden gestalten wir umweltgerecht“, hebt Dr. Markus Große Ophoff, Fachlicher Leiter des ZUK, hervor. Konsequent werde auf den Einsatz von Recyclingprodukten, das Einsparen von Ressourcen und eine möglichst weitgehende Wiederverwendung eingesetzter Materialien geachtet. So werde ausschließlich Recyclingpapier mit dem „Blauen Engel“ – von Broschüren über Kopien bis hin zu Toilettenpapier – eingesetzt, würden Hüllen für Namensschilder mehrfach verwendet. Energiesparende Leuchtstoffröhren und innovative Halogenmetalldampfleuchten
– mit einer besseren Lichtausbeute und energiesparender als Leuchtdioden (LED) – sorgten für Licht. Ist die Veranstaltung vorbei, werde der Abfall getrennt entsorgt, die Räume würden mit biologisch abbaubaren Reinigungsmitteln gesäubert.

Mit dem Veranstaltungsticket der Bahn umweltfreundlich anreisen

Als „umweltfreundlich und bequem“ bezeichnet Große Ophoff die Anreise zum ZUK. Unterstützt werde das mit dem Veranstaltungsticket der Deutschen Bahn. Tagungsgäste könnten vom Bahnhof mit dem Bus bis zur „hauseigenen“ Haltestelle „Umweltstiftung“ fahren. Von da aus seien es noch wenige Schritte bis zum Ziel, die zudem gut ausgeschildert seien. Ein großer Fahrradstand biete viel Platz für Zweiräder. Ein innerstädtisches Verkehrsleitsystem mache den Weg mit dem Auto kürzer und effektiver. „Das spart nicht nur Nerven, sondern auch Sprit. Und das schont die Umwelt.“

Gastronomie zertifiziert mit dem Bio-Siegel

Große Ophoff: „Unsere angegliederte betriebliche Gastronomie ist ein zusätzlicher grüner Standort-Pluspunkt.“ Denn in der hauseigenen Kantine werde das grüne Konzept fortgefahren: Zertifiziert mit dem Bio-Siegel versorge das Küchenteam von „Food et Event“ die Gäste mit regionaler und biologischer Kost. Bevorzugt landeten Produkte aus der Region auf dem Herd. Der Küchenbetrieb laufe mit energie- und wassersparenden Geräten. Getränke gebe es aus Mehrwegflaschen. Der Kaffee sei fair gehandelt.

"Nur wer Nachhaltigkeit konsequent umsetzt, kann Umwelt- und Klimaschutz glaubwürdig vermitteln"

„Unser grüner Plan stellt unseren Tagungsort in einem anderen Licht dar und hebt uns von der Masse ab. Wir handeln nicht nur ökologisch, sondern sind uns auch unserer Vorbildfunktion bewusst, die wir konsequent wahrnehmen“, sagt Große Ophoff. „Für Kunden, Besucher und Mitarbeiter werden solche Kriterien immer wichtiger. Und nur wer Nachhaltigkeit so konsequent umsetzt, kann auch den Umwelt- und Klimaschutz glaubwürdig vermitteln“, fügt Elpers an.