Promotionsstipendium: Isabel Tanzberger

StSP-Meeresschutz: Bewertung von Besatz- und Habitatmaßnahmen als Grundlage einer nachhaltigen Förderung der Lachs- und Meerforellenbestände im Einzugsgebiet der Weser

Lachs- und Meerforellenbestände als Modellorganismen für saubere, funktionsfähige Gewässer sind europaweit stark zurückgegangen. Es wird versucht, diese durch Besatzmaßnahmen sowie Renaturierung von Laichgewässern zu stützen. Bislang mit unterschiedlichem, oft unzureichendem Erfolg. Es fehlen systematische, vergleichende Untersuchungen, welche Maßnahmen unter welchen Bedingungen tatsächlich am wirksamsten sind.

Das Promotionsvorhaben untersucht diese Frage im Einzugsgebiet der Tideweser, wo lokale Angelvereine seit Jahren verschiedene Besatzstrategien (autochthone und allochthone Nachzuchten, unterschiedliche Erbrütungsmethoden) einsetzen und Habitataufwertungen realisieren. Mittels genetischer Elternschaftsanalysen, Laichhügelzählungen, Schlupferfolgskontrollen und Habitatkartierungen wird geprüft, welche Maßnahmen den größten Beitrag zur erfolgreichen Reproduktion und genetischen Vielfalt leisten und wie hydromorphologische Gewässereigenschaften den Schlupf- und Aufwuchserfolg beeinflussen.

Ziel ist die wichtigsten Förderstrategien für Wandersalmoniden in einem zusammenhängenden Flusssystem vergleichend zu bewerten und die entscheidenden Erfolgsfaktoren von Renaturierungsmaßnahmen lokal zu identifizieren. Die Ergebnisse bilden die wissenschaftliche Grundlage für einen adaptiven Managementplan zum Schutz von Lachs und Meerforelle mit Relevanz weit über das Wesersystem hinaus für den Meeres- und Gewässernaturschutz.

AZ: 20026/006

Zeitraum

01.10.2026 - 30.09.2029

Institut

Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Betreuer

Prof. Dr. Arne Nolte