Projekt 41514/01

eco media days 2026 – Jugendmedien-Convention der Jungen Presse e. V.

Projektdurchführung

Junge Presse e. V.
Frankenstr. 185
45134 Essen

Zielsetzung

Umwelt- und Klimathemen gehören zu den drängendsten gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart. Zwischen Umweltwissen und gesellschaftlichem Handeln klafft jedoch eine Lücke, die sich nur schließen lässt, wenn ökologische Zusammenhänge verständlich, kritisch und lösungsorientiert vermittelt werden. Dafür fehlen in der medialen Öffentlichkeit die Menschen: qualifizierte junge Journalist:innen, die Umweltthemen fachlich fundiert aufbereiten können. Unter 27-Jährige sind gleich doppelt unterrepräsentiert - als Zielgruppe von Umweltberichterstattung ebenso wie als deren Produzent:innen.

Solche Kompetenzen entstehen nicht durch passive Wissensvermittlung, sondern durch eigenverantwortliches, praxisnahes Arbeiten. Hier setzen die eco media days 2026 an, ein bundesweites Jugendmedien-Projekt der Jungen Presse e.V. an der Schnittstelle von Umweltjournalismus, demokratischer Diskussionskultur und medialer Praxis.

Das Vorhaben umfasst drei verzahnte Phasen. In der Planungsphase entwickeln Jugendliche der ecomag-Umweltredaktion das gesamte Programm eigenverantwortlich. Die viertägige Convention in Köln bringt anschließend ca. 100 junge Menschen unter 27 Jahren aus ganz Deutschland zusammen - mit Workshops zu journalistischen Grundlagen, Vertiefungsangeboten zu Umweltreportage, Klimakommunikation sowie KI und Medien, einem Redaktionsplanspiel und Exkursionen zu Medienhäusern und Praxisorten des Umweltjournalismus. In der Nachbereitung erscheinen die entstandenen Arbeiten im ecomag, dem unabhängigen Jugendumweltmagazin der Jungen Presse.

Die Teilnehmenden sollen am Ende in der Lage sein, Umwelt- und Klimathemen eigenständig zu recherchieren, wissenschaftliche Quellen einzuordnen und für ihre eigene Altersgruppe verständlich aufzubereiten.

Innovativ ist der konsequent partizipative Ansatz: Sämtliche inhaltlichen Entscheidungen treffen die Jugendlichen selbst, Erwachsene nehmen bewusst eine zurückhaltende Begleitrolle ein. So verbinden sich Medienkompetenz, Selbstwirksamkeit und demokratische Teilhabe in einem Format, das sich auf andere Organisationen und Regionen übertragen lässt.

Zur Umweltentlastung trägt das Projekt mittelbar, aber dauerhaft bei: Es stärkt die Kommunikationskompetenz der nächsten Generation von Umweltjournalist:innen und fördert damit eine kritische, lösungsorientierte Berichterstattung über Klimawandel, Ressourcenknappheit und Biodiversität.

Arbeitsschritte

Das Vorhaben läuft über zwölf Monate ab Juli 2026 und ist in drei aufeinander aufbauende Arbeitspakete gegliedert.

Die Planungsphase reicht von Projektbeginn bis in den Herbst 2026. Jugendliche der ecomag-Umweltredaktion entwickeln in regelmäßigen digitalen Treffen und einem mehrtägigen Präsenztreffen sämtliche Workshopthemen, Formate, Exkursionsziele und Zeitpläne. Erwachsene begleiten den Prozess organisatorisch, treffen aber keine inhaltlichen Entscheidungen. Ergebnis dieser Phase ist das fertige Programm - die Planung ist damit nicht Vorarbeit, sondern selbst bereits Kompetenzerwerb und zugleich Voraussetzung für den zweiten Arbeitsschritt.

Die Convention findet vom 22. bis 25. Oktober 2026 in Köln statt. Ihr Programm folgt einer aufsteigenden Logik: Grundlagenworkshops zu Recherche, journalistischem Schreiben, Interview, Fotografie und Podcasting vermitteln zunächst das Handwerk. Darauf bauen Vertiefungsworkshops zu Umweltreportage, Klimakommunikation sowie KI und Medien auf. Diskussionsformate zu Desinformation, Social Media und Demokratie schärfen die kritische Einordnung. Angewandt wird all dies im durchgehenden Planspiel „Redaktion + Social Media", das die Einzelformate zu einer realen Redaktionssituation verbindet. Exkursionen zu Medienhäusern und zu Praxisorten des Umweltjournalismus liefern das Material, das im Planspiel journalistisch verarbeitet wird.

In der Nachbereitung werden die entstandenen Arbeiten redaktionell überarbeitet und im ecomag veröffentlicht. Ein Nachtreffen dient der Auswertung; Ergebnisse und Erkenntnisse werden dokumentiert und fließen in die Weiterentwicklung des Formats ein.

Über den Stand der Praxis hinaus geht das Vorhaben in zwei Punkten. Erstens verbindet es Umweltfachlichkeit und journalistisches Handwerk in einem Angebot - üblich ist bislang die getrennte Vermittlung des einen oder des anderen. Zweitens endet der Kompetenzerwerb nicht in der Übung: Die Teilnehmenden veröffentlichen ihre Beiträge tatsächlich und erleben publizistische Verantwortung unter realen Bedingungen.

Zur nachhaltigen Umweltentlastung trägt dieser Aufbau bei, weil er Multiplikator:innen hervorbringt. Die Teilnehmenden sind in Schüler:innenzeitungen, Jugendredaktionen und Hochschulmedien aktiv und geben das Erlernte über die Projektlaufzeit hinaus weiter.

Übersicht

Fördersumme

45.803,00 €

Förderzeitraum

01.07.2026 - 30.06.2027

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Schlagwörter

Umweltkommunikation