Projekt 09045/01

Integrierte Umweltberatung als Mittel der Entwicklung und Durchsetzung von ökologischen Zielsetzungen im Sinne der dauerhaft-umweltgerechten Entwicklung (sustainable development, Lokale Agenda 21) im Landkreis

Projektträger

Deutscher Landkreistag
Lennéstr. 11
10785 BerlinZielsetzung und Anlass des Vorhabens - Vernetzung der Akteure im Umweltschutz und F√∂rderung der Kooperation - Aufstellung von Zielen in ausgew√§hlten √∂kologischen Entwicklungsfeldern - Umsetzung von Projekten zur √∂kologischen und regionalen Entwicklung - Verkn√ľpfung von √∂kologischen, √∂konomischen und sozialen Interessen im Sinne der Agenda 21 - Einbindung von Institutionen und interessierten Personen in einen nachhaltigen Entwicklungsprozess - rationelle Organisation einer Umweltberatung auf Kreisebene Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenArbeitsschritte im Projektverlauf - Aufbau von regionalen Kooperationsstellen als Drehscheiben der Vernetzung - finden der relevanten Akteure im Landkreis - Ansprache durch pers√∂nliche Interviews - Erstellung von Akteursverzeichnissen - Auftaktveranstaltung mit Landkreisspitze - moderierte Prozesse in Arbeitskreisen - gemeinsame Entwicklung von Projekten - Konzentration auf zwei Entwicklungsfelder - Umsetzung in Verantwortung der Akteure oder des Landkreises - teilweise Verabschiedung von Leitbildern - Verankerung der Vorgehensweise in eigenst√§ndigen organisatorischen Strukturen Methoden der Begleitung - Vorgabe eines Kommunikationsmodells - Eingangsbefragung potenzieller Akteure - kollegialer Erfahrungsaustausch - Fortbildungen zu Arbeitstechniken - Coaching der Koordinatoren/innen - Gespr√§chstermine in den Landkreisen - Interviews mit Koordinatoren und Verantwortlichen - schriftliche Befragung der beteiligten Akteure in der Mitte und am Ende der Laufzeit - gutachterliche Stellungnahmen zum Verlauf - Erfahrungsaustausch mit Verantwortlichen - Begleitung durch wissenschaftlichen Beirat - Herstellung von Transparenz durch Zeitschrift - Zusammenf√ľhrung der Erfahrungen in dem Kooperations- und Vernetzungsmodell NET-REG Ergebnisse und Diskussion generelle Resonanz - Mehr als 1000 Umweltakteure haben sich insgesamt ehrenamtlich beteiligt. - Allein im Landkreis Mayen-Koblenz arbeiten 150 Personen ehrenamtlich in 15 Arbeitsgruppen mit. - Insgesamt sind √ľber 100 Ma√ünahmenvorschl√§ge entwickelt worden. - Alle zehn Landkreise wollen das Projekt in eigener Regie und ohne F√∂rderung fortsetzen. - Die verbesserte Kommunikation bewerten die Teilnehmer als besonders positiv. - Den Ansatz sch√§tzen 75% der Teilnehmenden als sehr gut oder gut ein. Nutzen und Ergebnisse f√ľr die Landkreise: - Initiierung von konkreten Projektvorschl√§gen - Umsetzung von Ma√ünahmen der √∂kologischen und regionalen Entwicklung - F√∂rderung der Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Umweltakteuren - F√∂rderung der Regionalen Wertsch√∂pfung- Mobilisierung von F√∂rdermitteln f√ľr die Region - Entwicklung von Leitbildern f√ľr die zuk√ľnftige Entwicklung Chancen durch die entwickelte Methode NET-REG: - NET-REG steht f√ľr Netzwerke f√ľr eine nachhaltige Regionalentwicklung - NET-REG bietet Werkzeuge, um Netzwerke in der Region aufzubauen und Kooperationen zu f√∂rdern - NET-REG er√∂ffnet neue Handlungsm√∂glichkeiten f√ľr eine √∂kologische Entwicklung - Mit NET-REG lassen sich Potenziale der nachhaltigen regionalen Entwicklung aufdecken. - NET-REG bietet methodisches Handwerkszeug zur Umsetzung der Agenda 21 - Verwaltungen k√∂nnen mit NET-REG Akteure einbinden und neue Handlungsm√∂glichkeiten gewinnen. Erfolgsfaktoren f√ľr die Gestaltung von nachhaltigen Prozessen in der Regionalentwicklung: - Steuerung der Prozesse, so dass beteiligte Akteure einen eigenen Nutzen haben - Orientierung auf konkrete umsetzbare Projekte - Aufbau funktionsf√§higer Koordinationsstellen als intermedi√§re Einrichtungen - organisatorische Einbindung der Verwaltungen und der politischen Gremien - gute Moderation und insgesamt gut vorbereitete Steuerung der kooperativen Prozesse - Coaching durch eine externe Beratung und im Rahmen des kollegialen Erfahrungsaustausches Beispielhafte Projekte: - Modelllandkreis regenerative Energien, vielf√§ltige F√∂rderung regenerativer Energien - Aufbau regionaler Vermarktung, - Neue Aktivit√§ten der Umweltbildung - F√∂rderung des Umweltmanagements - Projekte f√ľr √Ėkosiedlungen und √∂kologische Baugebiete - Konfliktabbau zu Themen Rohstoffindustrie und Windkraft - Umstellung eines Dorfes auf dezentrale Abwasserentsorgung - Beispiele f√ľr die Einbeziehung der Wirtschaft in die Agenda 21 - Erstellung eines Kreisentwicklungskonzeptes im Sinne der Agenda 21 - Aufbau einer GmbH zur Steuerung der Kulturlandschaftsentwicklung - Initiative Chancen f√ľr unsere Region mit vielf√§ltigen Veranstaltungen - Initiative f√ľr nachwachsende Rohstoffe- Nutzung von Holz als Rohstoff zur Energieversorgung und zum Bauen - Entwicklung eines nachhaltigen Konzeptes zum Wassertourismus - Zusammenf√ľhrung von Zielen der Energieversorgung und Abfallwirtschaft √Ėffentlichkeitsarbeit und Pr√§sentation - Handbuch nachhaltige Entwicklung als Verlagsver√∂ffentlichung (Auflage: 900 Ex.) - vier Ausgaben der Fachzeitschrift Umwelt & Vernetzung (je 1000 Ex.) - ca. 500 Pressever√∂ffentlichungen - regelm√§√üige Beitr√§ge in Fachzeitschriften - Vortr√§ge bei Fachtagungen und Symposien - Abschlusstagung mit √ľber 200 Teilnehmern - weitere Fachtagungen w√§hrend des Verlaufs Fazit Das Projekt hat die gesetzten Ziele umfassend erf√ľllt. Alle zehn beteiligten Landkreise haben erkl√§rt, die begonnenen Aktivit√§ten fortzusetzen. Dabei wird das Handlungsspektrum teilweise zu einer umfassenden regionalen Agenda 21 erweitert. Teilweise sind eigenst√§ndige Organisationen gebildet worden, um das Projekt weiterzuf√ľhren (GmbHs, Vereine, Existenzgr√ľndungen). Als wesentliche Erfolgsfaktoren f√ľr das Modellvorhaben werden der Praxisorientierte Ansatz NET-REG und dessen Variabilit√§t in der regionalen Implementierung sowie die dichte Begleitung der Modelllandkreise im Rahmen des Coachings und des Erfahrungsaustauschs im Gesamtprojekt gesehen.Die Landkreise wollen weiterhin zusammenarbeiten und Erfahrungen austauschen. Weitere Landkreise haben Interesse an dem Ansatz bekundet und wollen Nachhaltigkeitsnetzwerke aufbauen.

√úbersicht

Telefon

030/590097-330

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Bundesland

Bundesrepublik Deutschland

Fördersumme

511.291,88 ‚ā¨

Förderzeitraum

07.03.1997 - 22.05.2001