NELA. Next Economy Lab UG (NELA e. V.)
Thomas-Mann-Str. 36
53111 Bonn
Beim Vorhaben, das unter dem Titel "Team Soziale Klimawende – Eine Train-the-Trainer Qualifikation für gewerkschaftliche Transformationsprozesse der IG Metall und ver.di" kommuniziert wird, stehen Gewerkschaften im Vordergrund.
Sie sind es, die inmitten des Zielkonflikts zwischen Arbeit und Ökologie stehen. Ihre zentrale Aufgabe ist es, die Arbeitsplätze ihrer Mitglieder zu erhalten und deren Arbeitsbedingungen zu verbessern. Auf der anderen Seite sind es genau diese Arbeitsplätze, die im Kontext einer sozial-ökologischen Transformation umstrukturiert werden. Um eine große Akzeptanz in der gewerkschaftlichen Basis für diese notwendigen Veränderungen zu erreichen, ist eine aktive Mitgestaltung der Transformation unerlässlich. Dafür bedarf es eine Reihe von Kompetenzen, welche dieses DBU finanzierte Projekt Projekt vermittelt.
Kern bildet eine Train-the-Trainer Qualifikation, in Zusammenarbeit mit den beiden Gewerkschaften ver.di und IG Metall, bei der Gewerkschafter*innen aus Betrieben ausgebildet werden Multiplikator*innen der sozial-ökologischen Transformation zu werden. Durch die fundierte Vermittlung von Wissen, Organisations- und Kommunikationsfähigkeiten werden Teilnehmer*innen befähigt, Projekte mit Breitenwirksamkeit durchzuführen, und ihrerseits weitere Personen auszubilden. So wird langfristig das Multiplikationspotential erhöht und ein Schneeballeffekt innerhalb und durch Vernetzung mit anderen ausgebildeten Multiplikator*innen auch übergewerkschaftlich erzeugt.
1) Regionale und digitale Veranstaltungsreihe (05/2024-07/2025)
In regionalen und digitalen Veranstaltungen werden ganz konkrete Transformationsfragen diskutiert. Sie werden dazu genutzt, um Teilnehmer*innen für die Train-the-Trainer Qualifikation zu Transformationspromotor*innen nach vordefinierten Auswahlkriterien zu gewinnen.
2) Train-the-Trainer Qualifikation (01/2025-07/2026)
Anschließend wird das Curriculum konzipiert. Die Train-the-Trainer Qualifikation ist in drei Blöcke aus mehrtägigen Workshops aus insgesamt ca. 12 Präsenztagen aufgeteilt. Die Teilnehmenden können an den Modulen während ihrer Arbeitszeit im Rahmen einer Freistellung für einen Bildungsurlaub teilnehmen. Dazwischen finden Praxisphasen statt, um das Gelernte in die Praxis zu tragen und zu reflektieren. Die Blocks teilen sich inhaltlich folgendermaßen auf:
1. Modul “Was ist die sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft?” Wie kann ich die sozial-ökologische Transformation aktiv mitgestalten?
2. Modul: Wie kann ich Mitstreiter*innen finden?
3. Modul: Wie kann ich mein Projekt verstetigen?
Zwischen den Modulen findet eine digitale Vernetzung statt. Die Gruppen treffen sich 1x pro Monat, um die Lernfortschritte und die Anwendung des Erlernten in der Praxis zu reflektieren. Das gesamte Programm folgt der Theorie des transformativen Lernens, welches die Ausbildung von Transformationskompetenzen der Bildung für nachhaltige Entwicklung betont.
Außerdem wird das Curriculum für die Transformationspromotor*innen so ausgearbeitet, dass es in Form von Handreichungen für andere Bildungsreferent*innen zur Verfügung steht. Nach erfolgreicher Akquise (durch z.B. die regionale Veranstaltungsreihe) wird die oben beschriebene Fortbildung in Kooperation mit den zwei Gewerkschaften durchgeführt.
3) Gewerkschaftliche Transformationsprojekte (03/2026-06/2027)
Im Anschluss an das erste Modul gibt es die Möglichkeit, im darauffolgenden Jahr die entwickelten Ideen für Transformationsprojekte umzusetzen. Pro Gewerkschaft wird dabei angestrebt, dass mindestens ein Transformationsprojekt in die Umsetzung kommt. Dabei wird das Projekt vonseiten der Projektmitarbeiter*innen durch Coaching und Supervision unterstützt. Die konkreten Transformationsprojekte können verschiedene Wirkungsebenen adressieren: betriebliche Ebene, regionale Ebene, gewerkschaftliche Ebene oder nationalpolitische Ebene.
Die erste Projektphase bestand vor allem aus der Präsenz und Bekanntmachung des Projekts in den gewerkschaftlichen Kreisen. Dafür wurde das Projekt bis dato bei insgesamt 56 gewerkschaftsnahen Formaten/Schlüsselpersonen/Gremien vorgestellt und diskutiert. Zudem besuchte das Team gewerkschaftsnahe Veranstaltungen, wie beispielsweise die LABOR.A und führte Kooperationsgespräche mit Schlüsselakteuren zur Vernetzung des Projekts.
Im April starte ergänzend eine digitale Onlinereihe, in der moderierte Gespräche mit Expert*innen zu Klima-, Transformations- und Sozial-Themen und die Teilnehmenden haben die Möglichkeit Fragen zu stellen und zu diskutieren.
Insgesamt gab es zu den Veranstaltungen 255 Anmeldungen (Stand: 28.04.2026)
Das Ausbildungsprogramm startete im Herbst 2025 mit insgesamt 3 Online Veranstaltungen. Das erste Präsenzmodul fand im April 2026 erfolgreich im ver.di Bildungszentrum Saalfeld statt. Die Teilnehmer*innen sind sehr motiviert und sind nun in 8 Projektgruppen engagiert, welche vom Projektteam begleitet werden.