Weschnitz-Dialog: Renaturierungsmaßnahmen erfolgreich kommunizieren

Gelebte Beteiligung: Beim Weschnitz-Dialog wurden Anwohnende und Interessengruppen frühzeitig in die Planung von Renaturierungsmaßnahmen eingebunden – mit Erfolg,

Wenn begradigte Flüsse renaturiert werden, sind die anliegenden Flächen betroffen, beispielsweise in der Landwirtschaft, im Naturschutz, für das Wohnen oder die Freizeit. Um Konflikte zu erkennen und zu bearbeiten, gilt es, die verschiedenen Interessengruppen möglichst frühzeitig zu beteiligen.

Das gelang an der Weschnitz, einem Nebenfluss des Rheins. Durch eine Deichsanierung zwischen Einhausen und Biblis besteht die Gelegenheit zur Renaturierung eines ca. 4,5 km langen Abschnitts. Diese Maßnahme wurde durch das Projekt Weschnitz Dialog der drei Projektpartner Gewässerverband Bergstraße, Lorsch, ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt am Main, und Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, Lorsch, begleitet.

Schnellere Umsetzung von geplanten Maßnahmen

Aufbauend auf einer Konfliktanalyse wurden Anwohnende und Interessengruppen eingebunden und Dialog- und Beteiligungsformate wie Exkursionen, Schulprojekte, Online-Formate und ein Citizen-Science-Ansatz entwickelt. Das Fazit des Projektes: Erweiterte und zielgerichtete Kommunikations- und Beteiligungsformate können einen wesentlichen Beitrag zu einer schnelleren Umsetzung von geplanten Maßnahmen leisten.

Die Ergebnisse und Produkte des Projektes Weschnitz Dialog lassen sich auf weitere Beteiligungsprozesse im Flussgebietsmanagement übertragen, wobei die konkrete Umsetzung immer an die lokalen Gegebenheiten anzupassen ist.

Mehr zum Projekt im Abschlussbericht – die im Artikel genannte Konfliktanalyse findet sich im Anhang: https://opac.dbu.de/ab/DBU-Abschlussbericht-AZ-34918_01-Hauptbericht.pdf
Das Projekt lässt sich auch in der Ausstellung Mission AQUA entdecken.

AZ 34918