DBU-Ausstellung Mission AQUA: Lernerlebnisort für Wasser und Klimaschutz

Wasser ist Grundlage des Lebens. Umso wichtiger ist ein schonender Umgang mit dieser überlebenswichtigen Ressource, die weltweit zunehmend durch Klimakrise, Kampf um Trinkwasserversorgung, Umweltverschmutzung und Nutzungskonflikte bedroht ist. Wie das gelingen kann, zeigt die DBU ab sofort mit der interaktiven Ausstellung „Mission AQUA“, die Mitte April im DBU Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) eröffnet wurde.  

Ressourcenschutz ist Trumpf: Wissen über die Welt des Wassers vermittelt die interaktive Ausstellung „Mission Aqua“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Kooperation mit der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) sowie des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW). Eröffnet wurde die Präsentation am 15. April mit (von links) Dr. Lisa Irwin-Broß (DWA), Dr.-Ing. Wolf Merkel (DVGW), DBU-Projektleiterin Ausstellungen, Birte Kahmann, und DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.
© Rohling/DBU

„Duschen, Zähneputzen, Kaffeezubereitung und Trinkwasser aus dem Hahn sind für uns in Deutschland selbstverständlich. Anderswo auf der Welt ist die Wasserlage jedoch teils dramatisch. Auch hierzulande steigen die Risiken“, so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Künftig werde Wasser noch wertvoller. „Wir benötigen deshalb Lösungen sowohl für einen gerechteren Umgang mit verschiedenen Interessen etwa von Landwirtschaft, Industrie und Bevölkerung als auch für Schutz vor Verschmutzung, Verunreinigung und den Folgen des Klimawandels“, sagte Bonde.  

Eigens entwickeltes Kartenspiel sowie Ausbildungs- und Studienempfehlungen

Was auf dem Spiel steht und welche Auswege es gibt, schlüsselt „Mission AQUA“ an verschiedenen Stationen auf. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der DBU, der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) sowie des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW). Interaktive Stationen, Spiele und Installationen machen komplexe Zusammenhänge anschaulich: Im eigens entwickelten Kartenspiel „Herr des trockenen Betons“ müssen die Teilnehmenden viele Hürden überwinden, um eine Schwammstadt zu verwirklichen – ein Konzept, damit Städte Wasser etwa bei Überflutungen und Starkregen aufsaugen und bei Bedarf zum Beispiel durch Verdunstung wieder abgeben können. Zum Mitmachen soll in der Ausstellung eine als Diorama gestaltete Holzkiste animieren: mit einem 360-Grad-Blick auf die Geheimnisse des Wassers. Wie Abwasser trinkbar wird und warum Flüsse vor Gericht ziehen können, erfahren Gäste der interaktiven Schau ebenfalls. Die Ausstellung wurde von der Agentur Raumsektor umgesetzt.

Logo der Ausstellung Mission AQUA

Auch die Partner der Ausstellung arbeiten stetig daran, die Bedeutung einer intakten Wasserwirtschaft stärker als bislang ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. „Wasser ist ein unglaublich vielfältiges Thema – es betrifft Umwelt, Gesundheit, Klima, Technik und unser tägliches Leben. Genau diese Vielfalt macht die Ausstellung „Mission AQUA“ auf spielerische und interaktive Weise erlebbar“, sagte Dr. Lisa Irwin-Broß vom DWA-Vorstand. Ein Beispiel sei der „Beruf-o-Mat“. Irwin-Broß: „Er übersetzt Interessen und Stärken der Besucherinnen und Besucher direkt in konkrete Ausbildungs- und Studienempfehlungen.“ Für den DVGW unterstrich Vorstand Dr.-Ing. Wolf Merkeldie wachsende Bedeutung des Themas: „Wasser wird zur strategischen Schlüsselressource. Sein Schutz muss deshalb höchste Priorität haben.“ Die Ausstellung mache sichtbar, „dass eine sichere, hochwertige Wasserversorgung keine Selbstverständlichkeit ist.“

Kostenfreie Führungen und besonderes Angebot für Schulen

Die Ausstellung richtet sich an Familien mit Kindern ab zehn Jahren, ebenso an Fachleute, die sich für zeitgemäße Wege der Wissenschaftskommunikation interessieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Angeboten für Schulen. Für Schulklassen und Gruppen ab Klasse 5 bietet die DBU kostenfreie Führungen sowie ein umfangreiches Programm an. Begleitend zur Ausstellung gibt es Vorträge, Workshops und Diskussionsformate.

Weitere Informationen unter: www.missionaqua.org/