DBU trauert um Umweltpreisträger Haber und Schmitt

Die DBU trauert um die beiden Umweltpreisträger Prof. Dr. Wolfgang Haber und Carl H. Schmitt.

Umweltpreisträger Prof. Dr. Wolfgang Haber
© Joachim Hamberger/Verein für Nachhaltigkeit

Haber, Ökologe und Vorreiter im Umwelt- und Naturschutz, ist am 13. August im Alter von 100 Jahren verstorben. Mit ihm verbindet die DBU eine besondere Geschichte: 1993 erhielt er den allerersten Deutschen Umweltpreis der DBU. Damit wurde seine jahrzehntelange Pionierarbeit für Naturschutz, Landschaftsökologie und Landschaftspflege gewürdigt. Als einer der Väter der Landschaftsökologie prägte Haber die wissenschaftliche und umweltpolitische Entwicklung des Natur- und Landschaftsschutzes. Er war unter anderem an der Entwicklung der Biotopkartierung beteiligt und setzte sich bereits vor mehr als 50 Jahren für die Errichtung der ersten Nationalparke in Deutschland ein. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde: „Er hat sich unermüdlich für die ökologischen Grundlagen des Naturschutzes und der Landschaftspflege stark gemacht. Seine Lehre und Forschungen auf dem Gebiet sind auch deswegen eine Pionierleistung, weil sie den Weg zu den heutigen Erkenntnissen geebnet haben. Sein Wirken wird weiter Früchte tragen.“

Carl H. Schmitt in dem von ihm gegründeten Unternehmen Konvekta GmbH
© Bernd Schoelzchen

Der Unternehmer Schmitt ist am 13. August im Alter von 95 Jahren verstorben. Bereits in den 1980er-Jahren trieb Carl H. Schmitt mit seinem Unternehmen Konvekta GmbH die Entwicklung umweltverträglicher Alternativen zu klimaschädlichen Kühlmitteln voran. Für die Entwicklung innovativer und umweltfreundlicher Klima- und Kälteanlagen für den Fahrzeugbau wurden er und sein Entwicklungsleiter Prof. Dr. Jürgen Köhler im Jahr 2007 mit dem Deutschen Umweltpreis der DBU ausgezeichnet. „Wir trauern um einen Menschen, der als Unternehmer Verantwortung übernommen hat, um eine intakte Umwelt zu bewahren. Dieses Ziel hat er beharrlich verfolgt und dafür war er auch bereit, unternehmerische Risiken einzugehen“, so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Schmitt setzte sich zudem mit seiner Stiftung für soziale und ökologische Projekte ein.