Im Umweltministerium in Warschau hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt Mitte Juni eine Erfolgsgeschichte gefeiert: Das 30-jährige Bestehen des deutsch-polnischen Stipendienprogramms im Bereich Umweltschutz.

Bei dem Festakt waren unter anderem langjährige Wegbegleiter des Programms dabei und erinnerten noch einmal an die Anfänge. Geehrt wurde Gründervater Professor Dr. Maciej Nowicki. Er bekam 1996 den Deutschen Umweltpreis der DBU für sein außergewöhnliches Engagement für Umwelt- und Naturschutz verliehen und legte den Grundstein für das Programm. Denn aus seiner Initiative entstand die Idee, junge polnische Umweltfachleute durch Forschungs- und Praxisaufenthalte in Deutschland zu fördern.
Was zunächst als deutsch-polnisches Fellowship begann, entwickelte sich zum erfolgreichen internationalen Förderprogramm der Deutsche Bundesstiftung Umwelt. Hunderte polnische Nachwuchskräfte konnten seitdem wertvolle Erfahrungen in Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft sammeln und tragen dieses Wissen heute in ihre Heimat und weit darüber hinaus.
Besonders beeindruckend ist die Dynamik: Aus dem Programm für Polen entstand schrittweise das heutige MOE Fellowship Programm, das auf die Länder Mittel- und Osteuropas ausgeweitet wurde – von den baltischen Staaten über Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Rumänien und Bulgarien bis hin zu den Ländern des westlichen Balkans, der Ukraine und Moldau. Damit wurde aus einer bilateralen Initiative ein europäisches Netzwerk für Umwelt- und Naturschutz, Nachhaltigkeit und Innovation.
„In meinen Jahren bei der DBU darf ich erleben, wie wertvoll diese persönlichen und fachlichen Verbindungen sind. Gerade in Zeiten großer ökologischer und gesellschaftlicher Herausforderungen zeigt sich: Nachhaltige Lösungen entstehen durch Vertrauen, Zusammenarbeit und den offenen Austausch von Wissen über Grenzen hinweg“, sagte DBU Generalsekretär Alexander Bonde.