Virtuell und experimentell zum Energie-Experten von morgen

DBU fördert neue Lernmethoden fĂŒr SchĂŒler zur Energieeffizienz von GebĂ€uden mit 187.000 Euro

Aschaffenburg. Umweltfreundlich soll es sein, das Haus der Zukunft – doch wie muss es beschaffen sein, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen? „WĂ€hrend politische Debatten ĂŒber energetisches Bauen und Maßnahmen wie der Energieausweis bei Erwachsenen zunehmend bekannter werden, ist der Wissensbedarf bei Jugendlichen als zukĂŒnftige Bauherren, HauseigentĂŒmer oder Mieter oft noch groß“, sagt Dr. Alexander Bittner von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Um SchĂŒlern der Klassen acht bis zwölf die Grundlagen zur Energieeffizienz von GebĂ€uden zu vermitteln, entwickelt die FakultĂ€t Ingenieurwissenschaften der Hochschule Aschaffenburg ein Lernkonzept aus Online-Plattformen, Experimenten und klassischen Unterrichtsformen. Das Projekt wird mit 14 Gymnasien und Realschulen sowie einer Hauptschule aus Bayern, Hessen und Baden-WĂŒrttemberg durchgefĂŒhrt. Die DBU fördert es mit 187.000 Euro und unterstĂŒtzt mit ihrem Expertenwissen.

Grundlagen zur Energieeffizienz an und in GebÀuden

„FĂŒr das Gelingen der Energiewende ist es wichtig, junge Menschen mit dem notwendigen Wissen ĂŒber ökologisches Bauen und Wohnen auszustatten und ihr Bewusstsein fĂŒr Umwelt und Energieeffizienz zu fördern“, sagt Prof. Dr.-Ing. Ulrich Bochtler von der Hochschule Aschaffenburg. Durch das Kombinieren verschiedener Lernelemente wie Online-Plattformen, Videos, Wissensportale und klassischem Unterricht erlernten die SchĂŒler die Grundlagen zur Energieeffizienz an und in GebĂ€uden.

Praktische Versuche und Experimente im Hochschul-Labor

ZusĂ€tzlich sollten sie gemeinsam mit den Studenten den Energieverbrauch von GebĂ€uden, darunter auch den ihrer eigenen Schulen, analysieren, so Bochtler. Dabei wĂŒrden zum Beispiel auch GebĂ€udehĂŒlle, Heizung, Beleuchtung und Wasserversorgung unter die Lupe genommen. Anschließend wĂŒrden die Daten in die Internet-Plattform eingepflegt und ausgewertet. Die Studenten entwickelten fĂŒr die SchĂŒler bis zu zehn praktische Versuche und Experimente im Labor der Hochschule, die die physikalischen ZusammenhĂ€nge der Energieeffizienz veranschaulichen sollen. Die Versuche könnten je nach Standort der Schule sowohl im Labor der Hochschule als auch im Physikraum der Schule durchgefĂŒhrt werden.

SchĂŒler, Studenten und Lehrer profitieren

„Von dem Austausch profitieren alle Beteiligten: Indem sich die Studenten mit den Fragen der SchĂŒler auseinandersetzen, erhalten sie selbst neues Wissen und können im Rahmen des Projekts ihre Bachelor- oder Masterarbeiten schreiben“, erlĂ€utert Bochtler. Lehrer wĂŒrden ihr Wissen in Fortbildungen stĂ€rken und beim Aufbereiten der Themen, insbesondere fĂŒr virtuelle Kurse, von den Studenten unterstĂŒtzt. Auch nach dem Projekt könnten die SchĂŒler ihre Experimente an der Hochschule fortsetzen und in Praktika oder im Unterricht in den Laboren der Hochschule weiter experimentieren. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Studenten erhielten die SchĂŒler Einblicke in die Schwerpunkte ingenieurwissenschaftlicher StudiengĂ€nge. DBU-Experte Bittner: „Vielleicht entscheidet sich ja der eine oder andere nach der Schule fĂŒr ein Studium der Erneuerbaren Energien und Energiemanagement.“

Ansprechpartner fĂŒr Fragen zum Projekt (AZ 31809): Prof. Dr.-Ing. Ulrich Bochtler, FakultĂ€t Ingenieurwissenschaften, Hochschule Aschaffenburg, Telefon: 06021/4206816

Mit UnterstĂŒtzung der DBU entwickelt die Hochschule Aschaffenburg ein Lernkonzept fĂŒr SchĂŒler, das ihnen die Grundlagen zur Energieeffizienz von GebĂ€uden nĂ€herbringt. Denn wĂ€hrend Maßnahmen wie der Energieausweis bei Erwachsenen zunehmend bekannter werden, ist der Wissensbedarf bei Jugendlichen als zukĂŒnftige Bauherren, HauseigentĂŒmer oder Mieter oft noch groß.
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