Die Gesundheitswirtschaft hat einen erheblichen Anteil am Rohstoffverbrauch in Deutschland. Krankenhäuser sind mit rund 5 Mio. Tonnen Abfall jährlich fünftgrößter Abfallproduzent. Die aus guten Gründen hohen Hygieneanforderungen und -routinen behindern oftmals Mehrfachnutzung und Recycling. In der Praxis wird die Regulatorik, insbesondere in Form der LAGA M18, als eine große Hürde für das stoffliche Recycling von Krankenhausabfällen angesehen. Diese Vollzugshilfe priorisiert die thermische Entsorgung und verhindert die Trennung und Wiederverwertung grundsätzlich nutzbarer Materialien.
DBU-Projekt „Kreislaufwirtschaft im medizinischen Labor“
Die Herausforderung besteht darin, Lösungen zu finden, die sowohl den hohen Hygieneanforderungen gerecht werden als auch ressourcenschonend sind. Im Rahmen des DBU-Lunchtalks wurden Möglichkeiten und Perspektiven der Kreislaufwirtschaft in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen diskutiert. Das von der DBU geförderte Projekt „Kreislaufwirtschaft im medizinischen Labor“ zeigt, wie verschmutzte und hygienisch problematische Kunststoffe sicher recycelt werden können.
Programm
Grußwort und Einführung
Alexander Bonde, Generalsekretär DBU
Recycling von Krankenhausabfall – Herausforderungen für die Umsetzung
Heiko Schlüter, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Aktuelle Vorgaben
Dr. Erik Nowak, Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz
Marc Thanheiser, Robert Koch-Institut
Lösungsansätze
Johanna Köhnlein, HygCen Germany GmbH
Nico Laufer, Institut für Polymer- und Produktionstechnologien gGmbH
Andreas Felber, MACS Sterilisationsanlagen GmbH
Moderation: Ulf Jacob, DBU Zentrum für Umweltkommunikation
Präsentationen