DBU sucht nachhaltige Veranstaltungshallen für Verleihung des Deutschen Umweltpreises

Ausschreibung läuft – Bewerbungsfrist endet am 20. Mai
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (hier beim Festakt 2025 in Chemnitz) wird auch dieses Jahr bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) am 25. Oktober in Aachen den Preis überreichen. Derzeit läuft die Ausschreibung für Veranstaltungshallen zur nachhaltigen Ausrichtung des hochkarätigen Events in den Jahren 2029 bis 2034.

Osnabrück. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) bietet für die Jahre 2029 bis 2034 bundesweit Veranstaltungshallen eine außergewöhnliche Chance auf Ausrichtung eines Top-Events: der Verleihung des Deutschen Umweltpreises der DBU am letzten Wochenende im Oktober im Beisein des Bundespräsidenten. Voraussetzung ist der Nachweis eines umfangreichen Nachhaltigkeitsengagements – von Catering, Energie und Mobilität bis hin zu Technik und Toilettenpapier. Wer sich bewerben will, nutzt dafür ein spezielles Formular, die Frist endet am 20. Mai dieses Jahres.

Anspruchsvolle Aufgabe: Das Catering bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) – hier ein Bild von der Veranstaltung 2023 in Lübeck – soll rund 1000 Gäste mit umweltfreundlich produzierten Lebensmitteln versorgen. Derzeit läuft für 2029 bis 2034 die neue Ausschreibung für die nachhaltige Ausrichtung des hochkarätigen Top-Events.

„Mächtige Hebel für mehr Klima- und Ressourcenschutz“

Der Veranstaltungssektor hat nach den Worten von DBU-Generalsekretär Alexander Bonde „mächtige Hebel für mehr Klima- und Ressourcenschutz“. Das sei ein wichtiger Beitrag zum Erreichen von Klimazielen auf Bundes- und EU-Ebene. Die Europäische Union (EU) will bis 2050, Deutschland bis 2045 klimaneutral werden, also nicht mehr klimaschädliche Treibhausgase ausstoßen als wieder gebunden werden können. Einen Überblick zum gesamten Veranstaltungsmarkt in Deutschland verschafft das Meeting- & EventBarometer Deutschland – laut Dachverband der Veranstaltungszentren in Europa (EVVC) die „einzige Studie“, die ein aussagekräftiges Bild der Branche zeichne. Nach aktuellen Daten für die Jahre 2024 bis 2025 fanden bundesweit pro Jahr rund 2,7 Millionen Veranstaltungen in fast 7900 Locations statt. Teilgenommen haben daran ungefähr 380 Millionen Menschen. Bonde: „Diese Zahlen zeigen, welche Verantwortung und zugleich Chancen mit dem nachhaltigen Management von Events verbunden sind.“

DBU bundesweit erste Institution mit dem „Blauen Engel für Veranstaltungen“

Rund 1000 Gäste, darunter hochrangige Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, werden wie in den Vorjahren (Bild: Festakt 2024 in Mainz) auch am 25. Oktober 2026 bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Aachen erwartet. Derzeit läuft die Ausschreibung für eine nachhaltige Ausrichtung des Events in den Jahren 2029 bis 2034.

Dem DBU-Generalsekretär zufolge bietet sich ein weites Feld für ressourcenschonende Maßnahmen: „Das umfasst zum Beispiel klimaschonende Anreisen von Teilnehmenden, ein Catering mit regionalen und saisonalen Produkten, 100 Prozent Ökostrom und Energieeinsparung bei Heizung, Klimaanlagen und Beleuchtung.“ Die DBU wolle deshalb wie bisher „als Projektförderin und auch als Veranstalterin Vorbild für mehr Umweltschutz sein“. Im vergangenen Jahr ist dieses Engagement mit einem Umwelt-Gütesiegel ausgezeichnet worden: Als bundesweit erste Institution hat die DBU den bis dato vor allem für Produktkennzeichnung bekannten „Blauen Engel“ im Event-Sektor umgesetzt. Der Blaue Engel für Veranstaltungen mit dem Signum „DE-UZ 236“ für die Verleihung des Deutschen Umweltpreises wird seitens der DBU in diesem Jahr erneut angestrebt. „Wir setzen bei der Erfüllung der Kriterien auf die Zusammenarbeit mit den künftigen Veranstaltungshäusern, die sich für die neue Zeit-Tranche von 2029 bis 2034 bewerben“, so der DBU-Generalsekretär.

Ökologisches Gesamtkonzept bei Bewerbungen gefragt

Premiere für Deutschland: Als bundesweit erste Institution hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) das Umwelt-Gütesiegel „Blauer Engel für Veranstaltungen“ erhalten – für den Festakt zur Verleihung des Deutschen Umweltpreises 2025 in Chemnitz. Bundesumweltminister Carsten Schneider (rechts) überreichte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde das entsprechende Zertifikat. Auch für den Festakt 2026 in Aachen wird das Siegel angestrebt. Derzeit läuft die Ausschreibung für eine nachhaltige Ausrichtung des Top-Events von 2029 bis 2034.

Bonde ermutigt zur Teilnahme an einer Bewerbung. „Deutschland verfügt über tolle Locations in wunderbaren Städten, die mit der Verleihung des Deutschen Umweltpreises besondere Akzente setzen können.“ Zusätzlich zum Festakt traditionell am letzten Sonntag im Oktober mit hochrangigen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft steht der Vortag im Zeichen eines wissenschaftlichen Symposiums. Laut Kriterienkatalog ist für beide Tage ein ökologisches Gesamtkonzept gefragt. Eine anspruchsvolle Aufgabe wartet unter anderem beim Catering auf die künftigen Veranstalter: Werden zur Verleihung des Deutschen Umweltpreises bis zu 1000 geladene Gäste erwartet, sind es beim Symposium rund 300 Besucherinnen und Besucher. Ein Markenzeichen der hochkarätigen Veranstaltung seien stets auch „umweltfreundlich produzierte Lebensmittel“, so Bonde. Die Gäste sollen sich auf vollwertige schmackhafte vegetarische und vegane Gerichte freuen dürfen.

Deutscher Umweltpreis zählt zu den höchstdotierten Umwelt-Auszeichnungen in Europa

Der von der DBU verliehene Deutsche Umweltpreis in Höhe von insgesamt 500.000 Euro zählt zu den höchstdotierten Umweltauszeichnungen in Europa. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt wiederum ist eine der größten Stiftungen Europas – mit einem Stiftungskapital von rund 2,93 Milliarden Euro und mittlerweile über 11.300 geförderten Projekten in einem Volumen von 2,12 Milliarden Euro seit dem Start der Arbeit vor mehr als 30 Jahren. Der jedes Jahr an wechselndem Ort vergebene Deutsche Umweltpreis soll Persönlichkeiten würdigen, die mit innovativen Produkten, technischen Prozessverbesserungen, exzellenten Forschungsergebnissen oder ihrer Lebensleistung entscheidend zu mehr Umwelt-, Natur-, Arten- und Ressourcenschutz beigetragen haben oder beitragen. Seit vielen Jahren wird der Preis vom Bundespräsidenten überreicht. Am 25. Oktober 2026 wird der Deutsche Umweltpreis der DBU in Aachen verliehen, es folgen Freiburg 2027 sowie Osnabrück 2028.

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