Projekt 40486/01

IMAGO Eco-Cultural Lab – Science meets Art for Sustainability Awareness and Action

Projektdurchführung

Eötvös Loránd University
University Strategy Office
Pazmany Peter setany 1
H-1117 Budapest

Zielsetzung

Das IMAGO Eco-Cultural Lab Projekt setzt bei einer zentralen gesellschaftlichen Herausforderung in Ungarn an: Trotz zunehmender Aufmerksamkeit für Klimawandel und Nachhaltigkeit bleiben echte Verhaltensänderungen aus. Gründe dafür sind eine schwache Naturverbundenheit, verzerrte Informationslandschaften sowie die vorwiegend theoretische, oft emotionslose Wissensvermittlung. Besonders junge Menschen leiden unter Ökoangst und fühlen sich von Bildungseinrichtungen unzureichend vorbereitet.

Gleichzeitig kommen ungarische nationale Strategien zur Integration von Nachhaltigkeit in die Hochschulbildung kaum voran. Programme sind zu fachlich verengt, interdisziplinäre Perspektiven selten, und es fehlen Kooperationen über den akademischen Bereich hinaus. Lösungsorientierte Ansätze bleiben unterrepräsentiert – mit spürbaren Folgen für das Wohlbefinden und die Handlungsfähigkeit von Studierenden.

Hier setzt das IMAGO Eco-Cultural Lab an. Als zweijähriges Projekt unter Leitung der Eötvös Loránd Universität, Ungarns renommierteste Forschungsuniversität, entwickelt es innovative, kunstbasierte Bildungsformen, die wissenschaftliches Wissen zugänglich machen, Emotionen einbeziehen und neue Perspektiven eröffnen. Das Projekt versteht sich als Labor für organisatorische und pädagogische Innovation, das drei übergeordnete Ziele verfolgt:

1.) Neue Formen der Bildungsinnovation erproben.
Ein Netzwerk aus Wissenschaft, NGOs und Kultur schafft ein Real-Labor, das unterschiedliche Wissensformen zusammenführt und Kooperationen ermöglicht.

2.) Nachhaltigkeitskompetenz und Naturverbundenheit stärken.
Kunst dient als Übersetzerin komplexer Inhalte; Fachjargon wird verständlich gemacht, ökologische Themen emotional erfahrbar.

3.) Eine ganzheitliche Programmstruktur schaffen.
Veranstaltungen, künstlerische Residenzen und studentische Beteiligung werden verbunden. Studierende entwickeln Abschlussarbeiten zu kunstbezogenen Themen und sammeln praktische Erfahrung im Rahmen eines integrierten Praktikumsprogramms.

IMAGO möchte damit nicht nur Wissenslücken schließen, sondern einen kulturellen Wandel anstoßen: hin zu einer Generation, die ökologische Zusammenhänge versteht, sich emotional einbindet und gestärkt wird, aktiv an einer nachhaltigen Zukunft mitzuwirken.

Übersicht

Fördersumme

166.336,00 €

Förderzeitraum

01.01.2026 - 31.12.2027

Bundesland

Grenzüberschreitend

Schlagwörter

Cross-border
Environmental communication