Wie machen wir unsere Städte resilient und schützen uns vor wetterbedingtem Schaden – auch im Hinblick auf den Klimawandel? Das war die Frage beim parlamentarischen Abend „Wasserwirtschaft und Stadtentwicklung im Dialog“ von DBU und DWA, der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall, am 13. Januar in Berlin. Die Menschen in Deutschland haben eine Antwort: Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung wünschen sich Schwammstädte, also Städte mit viel Grün- und Wasserflächen, die Wasser aufnehmen und wieder verdunsten können, berichtete DWA-Vorständin Dr. Lisa Irwin-Broß. „Es muss mehr Grün und Blau ins Grau der Städte”, unterstrich auch DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.
Wie Impulse von Dr. Olaf Joachim, Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), und Carsten Träger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN), und die anschließende Podiumsdiskussion mit Sebastian Beck, Vorstand der Wirtschaftsbetriebe Duisburg, Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, und Regina Paas, Abteilung Wasserwirtschaft, Gewässer- und Meeresschutz BMUKN, moderiert von Jana Münkel, zeigten: Der spannende Punkt ist die Umsetzung. Denn dafür müssen Politik, Länder und Kommunen ebenso zusammenspielen wie Bauwirtschaft und Wasserwirtschaft. Es braucht passende rechtliche Rahmenbedingungen – vom Bauplanungsrecht bis zum Hochwasserschutzgesetz – und last but not least Finanzierung und Fachpersonal.
Klingt kompliziert, aber es geht: Das zeigten das DBU-Projekt ReSource Mannheim im Stadtquartier Aubuckel, das DBU-Green-Start-up myCistern mit digital gesteuerten Wasserspeichern sowie die Allianz „Gemeinsam für eine wasserbewusste Stadtentwicklung“, in der sich 24 Verbände und Unternehmen zusammengeschlossen haben.
Weitere Informationen zur wasserbewussten Stadtentwicklung unter:
https://de.dwa.de/de/wasserbewusste-stadt.html