Ein Sensorsystem hilft, lautgebende Tierarten zu orten. Das System wurde in Feldtests erprobt und kann naturschutzrelevante Gutachten vereinfachen.
Tonaufnahmen können wertvolle Informationen über Vögel und andere Tierarten und deren Verbreitung in einem Ökosystem liefern – doch ist ihre Auswertung oft schwierig und zeitaufwändig. Im Rahmen eines DBU-Projektes haben das Museum für Naturkunde Berlin und das Frauenhofer Institut für Digitale Medientechnologie, Oldenburg, gemeinsam an einer automatisierten Lösung gearbeitet. Sie soll künftig vor allem naturschutzrelevante Gutachten vereinfachen.
Ein Sensorsystem ermöglicht die automatische Erkennung lautgebender Arten wie Wachtelkönig und Waldschnepfe sowie die präzise Bestimmung der Richtung, aus der die Rufe erfolgen. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem Mehrkanal-Mikrofone, GPS und KI-Algorithmen. Per WLAN lassen sich die erfassten Daten direkt auswerten – sowohl vor Ort als auch aus dem Büro.
Feldtests belegen, dass das System zuverlässig arbeitet und die gewonnenen Informationen unmittelbar für Naturschutzmaßnahmen, Lebensraumbewertungen und Managemententscheidungen genutzt werden können. Künftige Weiterentwicklungen sollen die Zahl der erfassbaren Arten erweitern, gleichzeitige Rufe differenzieren und die Bedienung noch einfacher gestalten, um den praktischen Einsatz zu optimieren und die Effizienz in der naturschutzfachlichen Praxis zu erhöhen.
Mehr zum Projekt: www.dbu.de/projektdatenbank/34737-01/