
Hartmannsdorf. 17 Freiwillige aus ganz Deutschland setzen sich im DBU Naturerbe, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), für den Naturschutz ein. Vom 4. bis zum 9. Mai organisiert das Bergwaldprojekt eine Freiwilligenwochen auf der DBU-Naturerbefläche Hartmannsdorfer Forst westlich von Schneeberg. Gemeinsam rupft, zupft, schnippelt und gräbt die Gruppe die konkurrenzstarke Lupine aus, um artenreiche Wiesen und Heideflächen zu erhalten.
Naturschutz zum Anpacken
Das Team kommt aus verschiedenen Berufs- und Altersgruppen auf der DBU-Naturerbefläche Hartmannsdorfer Forst zusammen. „Gemeinsam leisten alle eine Woche harte Arbeit für den Naturschutz. Dieses Mal stehen die Bergwiesen im Fokus“, erklärt Revierleiterin Sabine Haas vom Bundesforstbetrieb Thüringen-Erzgebirge. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland bearbeiten die konkurrenzstarke Lupine, die die wertvolle Pflanzenzusammensetzung der Grünlandwiesen und Heideflächen bedroht. Lupinen binden in Symbiose mit Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft und reichern es im Boden an. Durch den erhöhten Nährstoffgehalt verändern sie die charakteristischen nährstoffarmen Böden. Das DBU Naturerbe hat die fast 2.000 Hektar große, ehemals militärisch genutzte Fläche als Teil des Nationalen Naturerbes 2008 vom Bund übernommen. „Das DBU Naturerbe finanziert einen Teil der Betreuungs-, Übernachtungs- und Verpflegungskosten für den Einsatz des Bergwaldprojektes, das uns in diesem Jahr erneut hilft, diesen wertvollen Naturraum zu pflegen und zu schützen“, sagt Sabrina Jerrrentrup, Offenlandmanagerin im DBU Naturerbe.

Bergwaldprojekt organisiert 170 Projektwochen im Jahr
„Das Bergwaldprojekt wird auch in diesem Jahr mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland wieder bis zu 5000 Menschen in die Natur bringen. 2026 finden 170 Projektwochen an 90 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt. Indem sich die Freiwilligen aktiv für die Natur engagieren, entwickeln sie auch neue Beziehungen zu ihr. Die positiven Erfahrungen aus den Projektwochen bestärken die Freiwilligen darin, auch ihren eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. So beteiligen sie sich aktiv am dringend notwendigen Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft“, weiß Kirsten Zieher, Projektleiterin beim Bergwaldprojekt. Insgesamt drei Projektwochen finden in diesem Jahr auf DBU-Naturerbeflächen statt. Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit zu einem naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.bergwaldprojekt.de.