Osnabrück. Mit großer Bestürzung reagiert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) auf den plötzlichen Tod ihres Kuratoriumsmitglieds Carsten Träger. Der Fürther SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium war am Wochenende im Alter von 52 Jahren unerwartet während eines Skiurlaubs in Österreich verstorben. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde: „Das ist ein entsetzlicher Verlust. Wir werden seinen Rat als Umwelt- und Naturschützer schmerzlich vermissen. Unsere tiefe Trauer teilen wir mit den Angehörigen.“

Schutz von Wasser war Trägers Herzensanliegen
Bonde sagte, besonders der Schutz von Wasser als Lebensgrundlage sei Trägers Herzensanliegen gewesen. „Dafür hat er sich auch bei seiner Arbeit für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt immer wieder eingesetzt, zuletzt als Vorsitzender des Kuratoriumsausschusses Meeresnaturschutzfonds. Wir verdanken seinem Engagement sehr viel.“
„Carsten Träger war Umweltpolitiker mit Leib und Seele“
Carsten Träger war seit Juni 2019 Mitglied im 16-köpfigen überparteilich besetzten Kuratorium der DBU. Mitte Juni 2024 hatte in dem Gremium seine zweite Amtszeit begonnen. Bonde: „Wie sehr Carsten Träger der DBU verbunden war, zeigt seine Verantwortung an vorderster Stelle.“ Träger sei nicht nur Mitglied im Naturerbe-Beirat der Stiftung gewesen, sondern habe zudem neben dem Vorsitz des Meeresnaturschutzausschusses auch die Leitung des Wirtschaftsausschusses des Kuratoriums innegehabt. „Das ist eine bemerkenswerte Leistung“, so der DBU-Generalsekretär. „Carsten Träger war Umweltpolitiker mit Leib und Seele.“ Nach Bondes Worten hat sich Träger „unermüdlich dafür eingesetzt, mehr gegen die Folgen der Klimakrise wie Extremwettereignisse mit Starkregen, Dürre und Hitzeperioden zu tun. Wir werden dieses Anliegen in seinem Sinne und mit aller Kraft fortführen.“
Politische Laufbahn begann Mitte der 1990er-Jahre
Der 1973 in Fürth geborene Politiker zog erstmals 2013 für die SPD in den Bundestag ein, dem er mit Unterbrechungen angehörte, unter anderem als umweltpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Er war der Sohn des ehemaligen Fürther Bürgermeisters Hartmut Träger. Die politische Laufbahn hatte er 1995 mit seinem Eintritt in die SPD begonnen. Ab 2002 gehörte Träger dem Fürther Stadtrat an. Parteifreunde würdigten ihn als „Freund, Ratgeber und Vorbild“. Seit Mai 2025 war er Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium. Träger hinterlässt seine Frau und zwei Töchter.