AugRep GmbH
Karthäuser Str. 59
79104 Freiburg
Unsere Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke, Wärmepumpen oder Internet-Router sind technisch komplex. Bei technischen Problemen oder Fragen zur Bedienung fehlt vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern der einfache Zugang zu verlässlicher Diagnose, verständlicher Reparaturhilfe und qualifizierter Unterstützung.
Bestehende Möglichkeiten über Suchmaschinen, Foren, Videos oder allgemeine KI-Chatbots sind oft fragmentiert, nicht gerätespezifisch und führen selten zu einer tatsächlichen Lösung. Die Folge: Defekte werden falsch eingeschätzt, Bedienungsprobleme bleiben ungelöst, Reparaturen werden nicht versucht und Geräte vorzeitig entsorgt.
Dadurch entstehen vermeidbare Umweltbelastungen: Jede unnötige Neuanschaffung verursacht Rohstoffverbrauch, Energieeinsatz, Transportemissionen und zusätzlichen Elektroschrott. Ein zentraler Hebel der Kreislaufwirtschaft bleibt ungenutzt: die längere Nutzung bestehender Produkte durch einfache, sichere und wirtschaftlich sinnvolle Reparatur und regelmäßige Wartung.
Hier setzt die AugRep GmbH / GYVA an: Das Unternehmen verbindet Haushalte, Hersteller und lokale Handwerker auf einer Plattform, um Wartungsbedarfe und Defekte strukturiert zu erfassen, verlässlich zu diagnostizieren und in die passende Lösung zu überführen.
Im Rahmen der DBU Green Start-Up Förderung wird AugRep/GYVA zu einer KI-gestützten Plattform weiterentwickelt. Nutzerinnen und Nutzer sollen einfache Wartungs- und Reparaturschritte selbst durchführen können. Wo dies nicht möglich oder nicht sinnvoll ist, wird an Remote-Support oder lokale Technikerinnen und Techniker eskaliert.
Der bestehende MVP wird zunächst mit Fokus auf Weißware unter realen Bedingungen getestet. Dazu plant AugRep/GYVA am 17. Oktober 2026 den Start eines regionalen Pilotprojekts in Freiburg. Gemeinsam mit lokalen Partnern aus Stadt, Wissenschaft, Abfallwirtschaft und Reparaturinitiativen sollen konkrete Reparaturfälle erfasst, Nutzerverhalten verstanden und Umweltwirkungen messbar gemacht werden. Ab 2027 soll das Modell sukzessive in weitere Regionen ausgerollt werden.
Das Vorhaben soll Reparaturquoten erhöhen, Neuanschaffungen vermeiden, Produktlebensdauern verlängern und Fehlfahrten reduzieren. So sollen Ressourcenverbrauch, Elektroschrott und CO₂-Emissionen gesenkt und ein skalierbares Modell für eine reparaturorientierte Kreislaufwirtschaft geschaffen werden.
Der erste Teil des Fördervorhabens wird als kommunales Reallabor in Freiburg umgesetzt. Ziel ist es, die AugRep/GYVA-Plattform mit realen Haushalten, lokalen Partnern und wissenschaftlicher Begleitung zu testen und weiterzuentwickeln.
Zunächst wird die Applikation für priorisierte Gerätekategorien vorbereitet, insb. Waschmaschinen, Spülmaschinen und Kühlschränke. Dafür werden Wartungs- und Reparaturpfade, Sicherheitsgrenzen und Eskalationslogiken definiert.
Im geplanten Pilotprojekt in Freiburg registrieren teilnehmende Haushalte freiwillig ihre Geräte und erhalten daraus abgeleitete Wartungs- und Pflegeempfehlungen. Bei Bedienungsproblemen oder Defekten erfassen sie den Fall strukturiert in der App, etwa durch Fehlerbeschreibung, Fehlercodes, Fotos, Videos oder Geräusche. Unsere KI analysiert diese Informationen und schlägt passende nächste Schritte vor. Einfache Wartungs- und Reparaturschritte werden über Schritt-für-Schritt-Anleitungen begleitet. Falls Selbsthilfe nicht möglich oder nicht sinnvoll ist, erfolgt die Eskalation an Video-Support oder lokale Reparaturbetriebe.
AugRep/GYVA verantwortet Plattform, KI-Diagnose, Betrieb, Datenschutz und Projektkoordination. Aktuell sind wir in Abstimmung mit der Stadt Freiburg über Schirmherrschaft, Kommunikation und Ansprache der Haushalte. Weitere Organisationen, wie die ASF, Repair Cafés, FREILab, FUNDFABRIK, IHK, Handwerkskammer und lokale Betriebe werden in Kommunikation, Vor-Ort-Angebote und Reparaturweiterleitung eingebunden. Die Universität Freiburg soll das Vorhaben wissenschaftlich begleiten.
Methodisch kombiniert das Projekt digitale Nutzungsdaten, strukturierte Fallaufnahme, Befragungen und wissenschaftliche Evaluation. Erhoben werden unter anderem Onboardings, Wartungsmaßnahmen, Reparaturfälle, Abbruchpunkte, Erfolgsquoten, Nutzerzufriedenheit, Selbstwirksamkeit, vermiedene Neuanschaffungen, verlängerte Gerätelebensdauer, vermiedene Elektroschrottmengen und geschätzte CO₂-Einsparungen.
Der Ablauf ist stufenweise geplant: Im August 2026 erfolgt ein Family-&-Friends-Test, im September ein Test mit rund 300-500 Haushalten. Am 17. Oktober 2026 startet der vierwöchige Pilot zum International Repair Day. Danach folgen Auswertung, Nachbefragung und öffentliche Kommunikation der Ergebnisse.
Ab 2027 soll die Lösung sukzessive um weitere Geräte erweitert und in weiteren Regionen ausgerollt werden.