Projekt 38278/01

Hoch performante PET-Sortieranlage zur Realisierung einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft für Lebensmittelverpackungen

Projektdurchführung

TETRALOG upcycling GmbH & Co. KG
Am Münsterwald 1
52159 Roetgen



Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Der Kunststoff Polyethylenterephthalat (PET) wurde hauptsächlich in der Lebensmittelindustrie für die Herstellung von Getränkeflaschen eingesetzt. Die daraus resultierenden Kunststoffabfälle aus dem gelben Sack und dem Pfandsystem wurden in industriellen Anlagen sortiert, zu Flakes gemahlen und anschließend zu Granulat verarbeitet, um eine erneute Verwendung zu ermöglichen. Allerdings produzierten die damaligen Sortieranlagen ein beständiges Nebenprodukt mit einem PET-Sortenreinheitsgrad von weniger als 95 %. Für die Wiederverarbeitung zu neuen Flaschen war dies nicht ausreichend, da eine Sortenreinheit von über 99,99 % erforderlich gewesen ist. Infolgedessen wurde dieser sogenannte Restnebenstrom, der bislang etwa 36.000 Tonnen pro Jahr in Deutschland umfasste, einem Downcycling oder einer energetischen Verwertung in
Müllverbrennungsanlagen (MVA) bzw. Ersatzbrennstoffkraftwerken (EBS) zugeführt und trug somit zur Umweltbelastung bei. Nach dem Beschluss zum neuen Pfandsystem konnte zudem beobachtet werden, dass der beschriebene Restnebenstrom signifikant angestiegen ist: Seit dem 01.01.2022 wurden die Warenströme des ehemaligen Pfandsystems aus klaren Wasserflaschen und Teile der Warenströme, die zuvor im Hausmüll landeten, zusammengeführt. Dadurch wurde die ursprünglich gute klare Qualität nun mit opaken, weißen, Multilayer- und anderen Materialien verunreinigt. Unsere Beobachtungen zeigten einen Restnebenstrom von aktuell etwa 48.000 Tonnen pro Jahr in Deutschland. Vor diesem Hintergrund wurde im Projekt eine neuartige Anlage zur hoch sortenreinen Aufbereitung der beschriebenen Reststromfraktionen erforscht und entwickelt. Die Anlage setzte sich aus einer neuartigen Kaskadierung und Optimierung von modernen Sortiereinheiten
(Farbsorter, Magnettrommel, Windsichter usw.) sowie Dosierungs- und Reinigungsstufen zusammen.



Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden

Im Rahmen des Projekts wurden die Arbeitsschritte sorgfältig geplant und nach einem strukturierten Vorgehen umgesetzt. Zu Beginn erfolgte eine detaillierte Analyse der Ausgangssituation, um die Anforderungen und Ziele klar zu definieren. Anschließend wurde ein Konzept für die Umsetzung entwickelt, das sowohl ökologische als auch ökonomische Aspekte berücksichtigte. Die praktische Durchführung gliederte sich in mehrere Phasen: In der ersten Phase wurden Materialien und Ressourcen identifiziert, die für das Upcycling geeignet sind.
Darauf folgte die Entwicklung und Erprobung verschiedener Methoden zur Wiederverwertung und Verarbeitung, wobei innovative Techniken wie mechanische und thermische Verfahren angewandt wurden. Die Ergebnisse wurden regelmäßig dokumentiert und bewertet, um eine kontinuierliche Verbesserung zu gewährleisten. Parallel dazu fanden regelmäßige Abstimmungen im Projektteam sowie mit den Kooperationspartnern statt, um den Fortschritt zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen. Die angewandten Methoden umfassten sowohl klassische Projektmanagement-Instrumente wie Meilensteinplanung und Risikoanalyse als auch moderne Ansätze wie agile Arbeitsmethoden und iterative Entwicklungsschritte. Abschließend wurden die erzielten Fortschritte und Erkenntnisse in einem Abschlussbericht zusammengefasst und einer kritischen Reflexion unterzogen, um die Übertragbarkeit der Methoden auf zukünftige Projekte zu gewährleisten.



Ergebnisse und Diskussion

Als Ergebnis des Vorhabens wurde eine Anlage entwickelt, die es ermöglicht PET-Restnebenströme hin zu einem Sortenreinheitsgrad > 99,99 % aufzubereiten und damit horizontal zur Lebensmittelverpackung zu verwerten. Durch die Entwicklung des Demonstrators als neuartiger High Performance Sortieranlage für aktuell nicht auf wirtschaftlichen Zeitskalen sortierbare PET-Restnebenströme und die Generierung neuen Wissens, Erfahrungen und Daten über den Betrieb der neuen Anlage innerhalb dieses Projektes sowie die Weiterentwicklung dieses Demonstrators zur Marktreife und die Markteinführung der neuen Anlage im Anschluss an dieses Projekt können 90 % der Restnebenströme im Kreislauf gehalten werden und damit 243.000 Tonnen an CO2-Emmisionen jährlich in Deutschland eingespart werden.


Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation

Zur Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation werden die bei TETRALOG upcycling GmbH & Co KG. firmenübliche Maßnahmen durchgeführt. Das betrifft zum einen Werbung mittels Flyer und Broschüren. Andererseits wird die neue Anlage nach der weiteren Entwicklung zur Marktreife auch im Internet auf den Firmenhomepages beworben. Des Weiteren werden Social-Media-Kanäle wie LinkedIn und XING zur Veröffentlichung von Produktdetails verwendet. Weitere beabsichtigte Maßnahmen betreffen auch die Direktwerbung (über Direktmailings und Kampagnen) sowie Produktpräsentationen auf den relevanten Fachmessen. Dies sind v. a. die Fakuma in
Friedrichshafen, K in Düsseldorf, Kuteno in Rheda-Wiedenbrück, Chinaplas mit Ort variierend, demnächst in Shanghai. Die Marketingmaßnahmen werden durch entsprechendes Promotionsmaterial (siehe oben: Flyer, Broschüren, Demonstrationsvideos) begleitet.



Fazit

Im Rahmen des Projektes hat die Firma TETRALOG eine neuartige Anlage mit neuartigen Verfahren zur
Verwertung von PET-Restnebenströmen entwickelt. Dadurch hat sich das Unternehmen erfolgreich ein neues Alleinstellungsmerkmal erarbeitet, dass dem inhabergeführten Unternehmen einen erheblichen technologischen Vorsprung zu internationalen Marktbegleitern verschafft. Dadurch verspricht sich das Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil, der zukünftig zu neuen Umsätzen führen soll.

Übersicht

Fördersumme

399.000,00 €

Förderzeitraum

09.07.2023 - 31.12.2025

Bundesland

Alte Bundesländer

Schlagwörter

Alte Bundesländer